Schutz für Tiere:

S10-Weiterbau nach Norden wird sich verzögern

Diese Woche wird (per Videoschaltung) über den Weiterbau der Mühlviertler Schnellstraße S 10 nördlich von Freistadt behördlich verhandelt. Verzögerungen des Projekts aufgrund des Artenschutzes sind schon klar. FPÖ-Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner wirft den Gegnern der S 10 Blockademanöver vor.

Drei EU-rechtlich geschützte Bläulingsarten (Tagfalter) und sechs österreichweit gefährdete Fledermausarten, insbesondere die Breitflügelfledermaus, sind von der Verlängerung der S 10 nördlich von Freistadt bis über Rainbach hinaus betroffen. Daher ist im aktuellen UVP-Gutachten als Auflage enthalten, in der Nähe geeignete Ersatzlebensräume zur Verfügung zu stellen.

45 statt nur 25 Hektar vorgeschrieben
Statt bisher 25 Hektar werden 45 Hektar dafür nötig. Während Bauherr ASFINAG darin eine übliche Vorgangsweise sieht und auch „laufend diesbezügliche Angebote von Grundstückseigentümern“ erhält, zeigt sich Infrastrukturlandesrat Steinkellner„erbost“, weil sich der S 10-Ausbau so von Ende 2021/Anfang 2022 „mindestens in das Jahr 2023“ verschiebe.

FPÖ-Landesrat ortet „Blockademanöver“
Steinkellner spricht von „ausufernden Blockademanövern“ von Gegnern des Projekts - ähnlich wie bei jenen Bürgerinitiativen, die den Bau der Linzer A 26 (vormals „Westring“) verzögert haben: „Ich habe kein Verständnis für einzelne Autogegner, die sämtliche legistische Möglichkeitenausnutzen, um wichtige Projekte zu verzögern.“ Die „Bürgerbewegung für Rainbach“ will nämlich gar eine Neuaufrollung der Trassenwahl.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Sonntag, 29. November 2020
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