15.11.2020 08:06 |

Bei Salzburgs Politik

Breite Front gegen Schulschließung

Die Landesregierung hatte bis zuletzt vergeblich gegen die Schließung von Schulen und Kindergärten gewettert. Die Reaktionen auf den neuerlichen Lockdown fallen dementsprechend aus – selbst bei Landeshauptmann Haslauer.

„Natürlich hätten wir lieber gesehen, dass die Unterstufe offen bleibt.“ Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) übte am Samstag zumindest zaghaft Kritik an den Lockdown-Maßnahmen der Bundesregierung samt der Schließung von Schulen und Kindergärten. Aber: „Auch die Schule ist ein Ort vieler sozialer Kontakte, daher birgt auch dieser Bereich ein gewisses Maß an Infektionsmöglichkeiten.“

Bis zuletzt hatte die Landesregierung vor Schulschließungen gewarnt, die „Krone“ berichtete. Bewirkt hat der Appell nichts: Schulen und Kindergärten bleiben bis zum 7. Dezember geschlossen. Betreuungsmöglichkeiten soll es aber in allen Betrieben geben. „Das ist das Wichtigste, das muss gegeben sein“, sagt Simon Heilig-Hofbauer, Landesgeschäftsführer der Grünen.

„Für Eltern und Kinder ist es eine Katastrophe“
Drastischer drückt es Salzburgs SPÖ-Chef David Egger aus: „Mit den Schulen wird jetzt ein Nebenschauplatz des Infektionsgeschehens geschlossen.“ Kein Verständnis für die Schließung hat auch FPÖ-Chefin Marlene Svazek: „Das ist eine Katastrophe – für Eltern und Kinder.“

Landesrätin Andrea Klambauer (Neos), stellt klar: „Sämtliche Experten haben geraten, die Betriebe auch im Lockdown offen zu halten.“

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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