Vorfreude auf Wembley

Schottland: „23 Jahre des Schmerzes“ mit EM vorbei

Die Schotten freuen sich nach dem historischen Sieg im Elferschießen in Belgrad auf das prestigeträchtige Aufeinandertreffen mit England. In Serbien wurde Schottlands Torhüter David Marshall zum Helden.

Tränen gab es bei Schottlands Torschützen Ryan Christie, als er im TV-Interview meinte: „Das ist für die ganze Nation. Es war ein furchtbares Jahr für jeden, wir wussten, dass wir den Menschen zumindest ein wenig Freude geben können.“ Mit dem Erfolg sei „eine Last von den Schultern gefallen“, meinte der Celtic-Profi. Die schottische Tageszeitung „The Herald“ zählte auf: „Sechs Trainer haben es probiert, zehn Turniere sind vergangen. 23 Jahre des Schmerzes.“ Seit der WM 1998 in Frankreich hatte sich Schottland für kein Großturnier mehr qualifiziert.

Clarke-Effekt
Unter Steve Clarke läuft es aber für die Mannschaft. Acht der 14 Spiele unter dem Kommando des 57-Jährigen wurden gewonnen. „Nachdem Marsh (David Marshall, oben im Bild) den Elfer gehalten hat, haben meine Augen ein wenig geglänzt, aber ich hatte mich unter Kontrolle“, sagte Clarke nach der entscheidenden Parade. „Einige meiner Burschen haben geweint, das zeigt, wie viel ihnen das bedeutet.“

Wembley-Vorfreude
Die Schotten dürfen im kommenden Sommer in Glasgow zwei Heimspiele gegen Tschechien und Kroatien bestreiten. Die zweite der drei Gruppenpartien bestreiten sie im Londoner Wembley-Stadion gegen England. Auf der Insel war die Vorfreude schon jetzt groß. „Was für ein Spiel. Hoffentlich wird es ein fantastisches Ereignis mit den Fans“, sagte Englands Trainer Gareth Southgate. Auch er wusste mit Blick auf die Corona-Pandemie aber: „Das ist jedoch das eine Ding, das niemand von uns kontrollieren kann.“

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Mittwoch, 02. Dezember 2020
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