12 Jahre Ehrenamt

Rotes Kreuz suspendiert nun Ex-BH-Chef Wojak

Mehr als zwei Monate nach Vorliegen der (sehr ausgedünnten) Anklageschrift gegen den von LH Thomas Stelzer abgesetzten Braunauer Ex-Bezirkschef Georg Wojak reagiert auch das Rote Kreuz. Wegen der Anklage, nicht etwa wegen eigener Vorwürfe, wurde Wojak nach 12 Jahren als RK-Bezirksstellenleiter suspendiert.

„Unsere Statuten sehen bei Einleitung eines Strafverfahrens zwingend eine Suspendierung und die Befassung der Disziplinarkommission vor. Diese entscheidet nach dem Gerichtsverfahren. So sind die Vorgaben des ÖRK und der (Internationalen) Föderation“, sagt Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger auf „Krone“-Anfrage. Also keine separaten inhaltlichen Vorwürfe des Roten Kreuzes gegen Wojak? „Nein, es geht um den Strafprozess.“

Keine separaten Vorwürfe
Wojak selbst, der ja noch Landesbediensteter ist, gibt dazu keine Stellungnahme ab. Allgemein gesagt, ist die Funktion eines Bezirkshauptmanns oder einer Bezirkshauptfrau als Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes eine völlig ehrenamtliche ohne Spesenersatz, Kilometergeld, oder Ähnliches. Es gäbe also gar keinen Raum für separate Vorwürfe.

Ausgedünnte Anklage
Die Ende August von der Staatsanwaltschaft vorgelegte Anklage umfasst nur noch 6 der ursprünglich 1181 vom Land zur Anzeige gebrachten Punkte, wie (der mittlerweile pensionierte) Rechtsanwalt Wojaks, Bruno Binder, damals mitteilte: „Es geht um 5 für Betroffene übernommene Strafbeträge in Höhe von 286,50 Euro und um den Ankauf von Bier zur Bewirtung einer Bezirksversammlung in der Höhe von165,00 Euro.“

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Montag, 30. November 2020
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