07.11.2020 12:39 |

Kostüm-Herausforderung

„Dancing Stars“: Starke Nerven und Nähte nötig

Bis zu 8000 handgeklebte Steine zieren die aufwendigen „Dancing Stars“-Kostüme. Doch das ist nicht die einzige Herausforderung!

Wenn bei „Dancing Stars“ Prominente förmlich über das Parkett schweben und eindrucksvoll die Hüften im Takt schwingen, dann ist das nicht nur die Arbeit der Tanzprofis. Auch die Kostüme schaffen optische Illusionen und greifen (oft) unterstützend ein. Für uns plaudert Kostüm-Chefin Stephanie Hofer - im wahrsten Sinne des Wortes - aus dem Nähkästchen.

„Krone“: Was ist an Ihrer Arbeit für „Dancing Stars“ besonders?
Stephanie Hofer: Bei „Dancing Stars“ braucht es noch ein echtes Kostümbild. Da ist viel Kreativität gefragt, und ich darf den Kostümen auch meine Handschrift verleihen. Die besteht aus Glitzer und Regenbogenfarben - perfekt für eine Tanz-Show.

Was sind die Herausforderungen bei dieser Show?
Es ist sehr herausfordernd, fast 140 Kleider pro Staffel zu fertigen, wobei keines dem anderen gleichen soll. Wir müssen einen Kompromiss finden, tolle Unikate zu kreieren, die aber auch innerhalb weniger Tage gefertigt werden können. Wir haben oft nur drei oder vier Tage, um die Kleider fertigzustellen. Wir haben aber Kleider, da sind knapp 8000 einzelne Swarovski-Steine händisch aufgeklebt!

Wieso ist die Zeit so knapp?
Die ersten drei Sendungen können wir gut vorbereiten. Doch wir sind eine Live-Show. Daher wissen wir nicht, wer weiterkommt, und müssen dann sehr kurzfristig handeln. Einmal wurde es brenzlig, da kam das Kleid zwei Stunden vor der Generalprobe geliefert. Sie werden ja nach unseren Ideen in England und Spanien gefertigt und im ORF finalisiert. Also arbeiten bis zu vier Werkstätten parallel an den Kostümen. Da beginnt man zu schwitzen.

Wie stark müssen da eigentlich Ihre Nerven sein?
Sehr stark. Wir kommunizieren mit den Werkstätten hauptsächlich in der Nacht, damit untertags genäht werden kann und Anproben stattfinden können. Manchmal bleiben Pakete im Versand hängen, die Zeit läuft uns davon. Aber ich mache das seit 10 Jahren. So schnell erschüttert mich nichts mehr.

Wie viel darf ein Promi mitbestimmen?
Jeder Tanz hat natürlich seinen eigenen Stil und seinen „Dresscode“. Aber wir nehmen gerne auf Wünsche Rücksicht. Und unterstützen kann man auch: zum Beispiel mit Fransen, die einen Tanzschritt in der Bewegung noch besser aussehen lassen, als er eigentlich ist. Die Profis wissen das.

Was ist ihr Lieblingsmoment?
Wenn ich sehe, wie durch ein Kleid das Selbstbewusstsein der Prominenten steigt. Auch wenn eine Dame sagt: Ich habe das schönste Kleid von allen. Das freut mein Herz. Und wenn ich sehe, wie ein Promi das Kleid mit Leben füllt. Edita war zum Beispiel eine Meisterin darin!

Adabei, Kronen Zeitung

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