05.11.2020 08:38 |

Täter zeigen Reue

Gundersheim: Banksprenger legten Geständnis ab

Als im November 2019 der Bankomat von Gundersheim (Kärnten) gesprengt wurde, konnten rasch zwei Männer als mutmaßliche Täter gefasst werden. Ihre Verurteilung dauerte viel länger, da der Oberste Gerichtshof, wie berichtet, das Ersturteil teilweise aufgehoben hat.

Im Frühling hatten sich die beiden Angeklagten, 26 und 29, noch als „Steher“ erwiesen und viel erzählt, warum sie im Vorjahr nach Gundersheim im Gailtal gekommen waren. Tausende Kilometer sei man durch Europa getingelt, berichteten der Rumäne und der Moldawier - nur um der schönen Landschaft Willen.

Erdrückende Beweise
Die Beweise gegen das Duo waren allerdings erdrückend: Unter anderem hatte man Zigarettenstummel mit DNA-Spuren der Männer in der Nähe des Tatorts gefunden, Zeugen erinnerten sich auch gut, den blauen Wagen mit dem Schweizer Kennzeichen beobachtet zu haben. Und warum das Duo Kleider in der Gail entsorgt hatte, blieb überhaupt offen. Daher gab es 28 Monate Haft wegen der Sprengung des Bankomaten, der mit knapp 60.000 Euro gut bestückt war, der Explosion allerdings standhielt.

Plötzlich geständig und reumütig
Der Oberste Gerichtshof hob das Urteil allerdings unerwartet auf - weil die Strafe wegen Gewerbsmäßigkeit verhängt worden war und ein Coup noch kein regelmäßiges Einkommen sei, so der OGH. Richterin Michaela Sanin konnte Donnerstag im neuen Anlauf in Klagenfurt dennoch kurzen Prozess machen. Denn die Herren zeigten sich plötzlich geständig und reumütig: daher 26 Monate Haft, akzeptiert.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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