03.11.2020 09:08 |

Mini-Orte früh dran

Erste Ergebnisse der US-Wahl aus Dörfern schon da

In den ersten Gemeinden der USA liegen bereits die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vor: Die Wähler der kleinen Ortschaft Dixville Notch haben sich geschlossen für den demokratischen Herausforderer Joe Biden entschieden - er erhielt fünf Stimmen, Präsident Donald Trump keine. In der Nachbarortschaft Millsfield konnte sich der amtierende Staatschef mit 16 zu fünf Stimmen durchsetzen. Dass in den Dörfern früher als im Rest der USA gewählt werden darf, ist historisch bedingt.

Die Wahllokale der beiden kleinen Orte öffnen am Wahltag bereits um Mitternacht. Im Skiort Dixville Notch nahe der kanadischen Grenze gibt es weniger als ein Dutzend registrierte Wähler. Das Ergebnis wurde auf einer händisch beschriebenen Tafel verkündet. Bereits um kurz nach Mitternacht Ortszeit stand das Ergebnis fest. Die Mini-Gemeinde geriet landesweit in den Fokus, da US-Fernsehsender die Abstimmung und Auszählung live übertrugen. Bei der Wahl 2016 hatte hier die Demokratin Hillary Clinton mit 4:2 gegen Trump gewonnen.

Dass man so früh wählen darf, ist einem Gesetz in New Hampshire zu verdanken. Es erlaubt Gemeinden mit weniger als 100 Einwohnern, sowohl bei den Vorwahlen als auch dann bei der Präsidentenwahl schon um Mitternacht ihr Wahllokal zu öffnen. Damit sollte Eisenbahnarbeitern die Möglichkeit gegeben werden, wählen zu gehen, sich aufs Ohr zu legen und dann pünktlich zur Arbeit anzutreten.

Frühzeitige Wahl in weiterem Ort fiel Corona-bedingt aus
Auch in einem weiteren Ort gibt es diese Tradition. In Hart‘s Location fiel die Mitternachtsabstimmung bei dieser Wahl wegen der Corona-Pandemie allerdings aus. Längst nicht immer spiegelten die Resultate aus den Dörfern in New Hampshire wider, wer dann am Ende tatsächlich Präsident wurde.

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