Apotheker-Chef:

„Leute wollen Gewissheit, ob sie infiziert sind“

Der oö. Apotheker-Präsident Thomas Veitschegger nimmt die Schnelltests in Schutz. Bei Ärzten zahlt die Kasse den Test, wenn jemand kränklich ist.

Die Leute wollen das einfach„, verteidigt Apotheker-Präsident Thomas Veitschegger die einfach zugänglichen Antigen-Schnelltests in ersten Apotheken auch in Oberösterreich: “Es gibt eine gewisse Hysterie, die Menschen wollen Gewissheit und gehen daher an Orte, wo sie sich rasch testen lassen können. Auch wennes nur eine Aussage über den momentanen Gesundheitszustand gibt und kein behördlich anerkanntes Attest ausgestellt werden kann.„Ein solches gibt es, wie Veitschegger erläutert, bei 10 Linzer Apotheken, die Gurgel-PCR-Tests durchführen. Da gibt es das Ergebnis aus dem Labor aber erst am Tag danach.

Kein “Busserltest„
Bei den Schnelltests in den Apotheken gilt außerdem: “Wenn der Test positiv ist, dann muss diese Person sowieso zu 1450 geschickt werden. Und wenn er negativ ist, bleibt es ja keinem Menschen erspart, die Sicherheitsmaßnahmen weiterhin einzuhalten.„ Oder, wie es Veitschegger auf den Punkt bringt: “Das ist ja kein Busserltest, dass die Leute sich weiter Busserln geben können.„

Kein Freibrief
Antigen-Schnelltests gibt es auch schon bei Hausärzten in Oberösterreich. Dort aber nur gegen Voranmeldung; dafür zahlt ihn die Kasse, wenn man Symptome eines Infektes der Atemwege hat: “Wir haben saisonal bedingt bereits viele Patienten mit Husten und Halsschmerzen, mit und ohne Fieber. Mit dem Antigen-Schnelltest können wir nun in 15 Minuten sagen, ob der Patient negativ ist in Sachen Covid 19", sagt Ärztevertreter Erwin Rebhandl. Dabei betonen auch die Ärzte natürlich, dass ein negativer Test kein Freibrief für sorgloses Handeln sei.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 25. November 2020
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