23.10.2020 20:01 |

Auch Treffen begrenzt

Kein Alkoholverkauf mehr nach 22 Uhr in Dänemark

Die dänische Regierung hat am Freitag weitere Maßnahmen angekündigt, die den Anstieg der Corona-Neuinfektionen bremsen sollen. Ab Montag dürfen sich nicht mehr als zehn Personen an einem Ort versammeln. Zuvor lag die Grenze bei 50. Außerdem dürfen Kioske und Supermärkte nach 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. „Corona ist nicht überstanden, im Gegenteil, es ist zurück mit voller Kraft“, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Sie forderte die Dänen auf, ihre persönlichen Kontakte auf zehn Menschen zu beschränken.

Für den Zeitraum vom 29. Oktober bis 2. Jänner 2021 wird außerdem die Mundschutzpflicht ausgeweitet. Sie gilt dann nicht nur für öffentliche Verkehrsmittel, sondern für alle Räume, die öffentlich zugänglich sind. Das betrifft konkret auch Supermärkte, Bibliotheken und Take-away-Restaurants.

„Riskieren, die Kontrolle zu verlieren“
Am Freitag hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Dänemark mit 859 einen Rekordwert erreicht. 125 Menschen wurden im Krankenhaus behandelt. 697 waren bis Freitag an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. „Wenn sich das Virus zu schnell verbreitet, riskieren wir, die Kontrolle zu verlieren“, so Frederiksen.

Deshalb seien die neuen Restriktionen notwendig. In Dänemark leben rund 5,8 Millionen Menschen. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf einem ähnlichen Niveau wie jene in Deutschland.

Reisen aus Deutschland nach Dänemark erschwert
In der Nacht auf Samstag treten außerdem neue Beschränkungen bei der Einreise nach Dänemark in Kraft. Wer aus Deutschland einreist, muss fortan einen triftigen Grund nachweisen. Das kann ein Verwandtenbesuch, die Arbeit und das Studium sein. Die Bewohner des angrenzenden deutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein können weiter nach Dänemark reisen. Frederiksen kündigte an, dass bis zum Ende des Jahres an der Grenze verschärft kontrolliert werde.

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