12.10.2020 08:10 |

Schärfere Maßnahmen

Arzt nimmt Politik in die Corona-Pflicht

Während die Landespolitik einen Lockdown um jeden Preis verhindern will, spricht sich Infektiologe Richard Greil klar für härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie aus. „Ob das Lockdown genannt wird, ist eine politische Frage“, betont Greil. Die derzeitige Situation komme einem Schwelbrand gleich.

„Wir merken zunehmend, dass sich die Bevölkerung nicht an die Regeln hält“, betont Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) in Anspielung auf den Cluster im Tennengau. Stöckl hält dennoch fest: „Wir müssen alles tun, um einen zweiten Lockdown zu verhindern.“ Aus dem Büro von Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP) heißt es dazu: „Ein Lockdown steht nicht im Raum.“

Landeskliniken-Infektiologe Richard Greil spricht sich hingegen für eine deutlich andere Gangart im Kampf gegen das Corona-Virus aus. „Es braucht härtere Maßnahmen in Intervallen. Im Moment haben wir einen Schwelbrand, der zu einem Feuer werden kann. Den werden wir regelmäßig löschen müssen“, so Greil. Der Mediziner hält eine Verschärfung der Maskenpflicht sowie eine Beschränkung von öffentlichen sowie privaten Veranstaltungen für dringend notwendig. „Ob das Lockdown genannt wird, ist eine politische Frage. Was drin steckt, bleibt jedoch immer gleich.“ Landesweit beträgt die Anzahl der Covid-Fälle in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner derzeit 74,7.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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