22.09.2020 22:46 |

Prozess vertagt

Heroindealer agierte vom Gefängnis heraus

Ein Prozess um Heroinhandel im großen Stil ist Dienstag in Klagenfurt vertagt worden, weil zwei Zeugen erkrankt waren. Einem 31-jährigen Slowenen wird vorgeworfen, aus dem Gefängnis heraus zahlreiche Drogenverkäufe koordiniert zu haben. Mehr als sechs Kilogramm Heroin sowie Kokain und Cannabis seien so aus Slowenien nach Kärnten geschmuggelt und großteils weiterverkauft worden.

Der acht Mal einschlägig vorbestrafte Slowene sitzt eine mehrjährige Haftstrafe wegen Heroinhandels ab. Aus der Zelle heraus - mit ins Gefängnis geschmuggelten Handys - koordinierte er aber weiterhin Deals, für die er laut Staatsanwaltschaft seine Exfreundin, deren Bruder und eine Freundin von ihr einspannte. Die drei Komplizen hatten sich bereits am ersten Verhandlungstag schuldig bekannt und Haftstrafen ausgefasst.

Er blieb aber dabei, nur den Verkauf von 500 Gramm Heroin eingefädelt zu haben. Die anderen hätten in Eigenregie gekauft und weiterverkauft. Auf „gutes Zureden“ vom Vorsitzenden des Schöffensenats, Richter Alfred Pasterk, gab der 31-Jährige schließlich zu, dass er davon wisse, dass seine Ex drei Kilogramm Heroin gekauft habe.

Alles Weitere stritt er ab - so auch die Aussagen von Abnehmern, die angaben, mit dem Inhaftierten über verschiedene Messaging-Apps Kontakt aufgenommen zu haben. Als die Mutter seiner Exfreundin aussagte, dass sie von ihm mit SMS und Anrufen bedroht worden sei, bestritt er auch dies.

 Kärntner Krone
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