18.09.2020 19:00

Wiener Bierpartei:

„Kein Unterschied bei Bierbrunnen und Gürtelpool“

In den sozialen Medien sind sie die klare Nummer eins, die etablierten Medien behandeln sie etwas stiefmütterlich, beklagt Marco Pogo: Die Rede ist von der Wiener Bierpartei. Sollte sie in den Landtag einziehen, wird das Leuchtturmprojekt ein Bierbrunnen in Wien-Simmering. Weder Heinz-Christian Strache noch die FPÖ wollten sich auf ein Duell einlassen, auch die geladenen Gäste der Volkspartei und der Sozialdemokraten haben abgelehnt. Als Einziger bereit, sich auf einen so gefürchteten Gegner einzulassen: Christoph Wiederkehr von den Wiener NEOS. Er blieb im Gespräch mit krone.tv-Journalistin Damita Pressl bei den Kernthemen der Partei, von Transparenz über Bildung bis Kontrolle. Für Marco Pogo hingegen hieß es erstmal: Prost!

Es brauche eine starke kritische Stimme, um in der Krise Kontrolle auszuüben, betont Christoph Wiederkehr (NEOS). Das Ziel teilt auch Marco Pogo (BIER). Er will ein „Stachel im Fleisch der Mächtigen sein“, aber nicht ohne eine gehörige Portion Humor. Und offenbar einer sehr resistenten Leber - um den Eintrag auf dem Wiener Stimmzettel zu feiern, hat er auf einer „Bier-Rallye“ in jedem Wiener Gemeindebezirk ein Bier getrunken. Der Zuspruch der Bevölkerung sei groß gewesen, berichtet er, und gerade in Zeiten wie diesen sei es wichtig, die Gastwirtschaft zu fördern.

Sein Leuchtturmprojekt ist der Wiener Bierbrunnen. Wenn die Grünen ein Pool am Gürtel bauen können, so Pogos Logik, warum dann nicht auch einen Bierbrunnen? „Ich sehe da keinen Unterschied“. Wiederkehr stimmt zu: Nach dieser „massiven Geldverbrennung“ hätten die Wiener jetzt eben noch eine Spaßpartei zur Auswahl.

Die NEOS wollen in Wien ein Mandat dazugewinnen. Für die Bierpartei ist kein Ziel zu groß: „Es wird bald keine Wahl mehr geben, wo die Bierpartei nicht mitmischt“, ist Pogo überzeugt.

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