Harte Einschnitte

Sparstift ist nicht nur bei MAN in Steyr gespitzt

9500 Jobs sollen im Konzern abgebaut werden, neben anderen Werken droht Steyr mitsamt seinen 2300 Mitarbeitern das Aus – die heftigen Einschnitte, die bei Lkw-Hersteller MAN drohen, sorgen nicht nur in der Eisenstadt für Unruhe. Dabei ist der Sparstift auch andernorts in Oberösterreich längst gespitzt

„Derzeit ist es Kristallkugelleserei“, sagt AMS-OÖ-Chef Gerhard Straßer, wenn er darauf angesprochen wird, dass coronabedingt die Arbeitslosigkeit spätestens nächstes Jahr in Oberösterreich enorm steigen könnte, weil Firmen den Gürtel enger schnallen oder zusperren müssen. Fakt ist: Nicht nur bei MAN stehen bereits jetzt viele Jobs auf der Kippe.

Steyr: „Dass der Standort zugesperrt und aufgelöst werden kann, ist denkunmöglich. Das kann und will ich mir gar nicht vorstellen“ – so kommentiert Steyrs Bürgermeister Gerald Hackl die Ankündigung von MAN, im Konzern 9500 Mitarbeiter abzubauen und auch Schließungen von Werken, wie etwa jenem in Steyr, anzudenken. 2300 Beschäftigte zählt der Lkw-Hersteller in Oberösterreich, für die Politik und Gewerkschaft auf die Barrikaden steigen. „Es kann nicht sein, dass das die einzigen Lösungsansätze sind, die dem Vorstand einfallen“, ärgert sich etwa der Konzern-Betriebsratsvorsitzende Saki Timoniaris.

Innviertel: Nach dem Auslaufen der Kurzarbeit mit Ende des Monats will FACC den angekündigten Abbau von rund 700 Stellen umsetzen. Die coronabedingte Talfahrt in der Luftfahrtbranche lässt dem Flugzeugteile-Hersteller keine andere Wahl. „Es schmerzt gewaltig“, sagt Vorstandschef Robert Machtlinger. Ein Sozialplan wird verhandelt.

Mondsee: Effizienter soll die BWT-Zentrale in Mondsee werden, wie es Eigentümer Andreas Weißenbacher formuliert. 60 Stellen fallen einem Umstrukturierungs- und Einsparungsprogramm beim Wasseraufbereiter in Mondsee zum Opfer.Kneid.-

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Samstag, 19. September 2020
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