09.09.2020 14:34 |

„Spiegel“-Bericht

Linksextreme Gruppe schickte Patronen an Seehofer

Eine linksextremistische Gruppe mit dem Namen „Revolutionäre Aktionszellen“ (RAZ) hat in Deutschland einem Medienbericht zufolge mit mehr als 30 Briefen versucht, Politiker einzuschüchtern. Demnach wurden Umschläge mit Reizgaspatronen an Innenminister Horst Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann sowie 14 Landesinnenminister verschickt.

Dazu kommt laut „Spiegel“ noch der Verdacht, dass Mitglieder der Gruppierung Ende August einen Brandsatz an der Zufahrt zum Wohnhaus des Fleischfabrikanten Clemens Tönnies im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh deponiert haben sollen, der aber nicht zündete.

Das Magazin hatte bereits darüber berichtet, dass die deutsche Bundesanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Gruppierung wegen des Verdachts der Bildung einer Terrorvereinigung aufnahm.

Gruppierung dieses Namens schon vor 10 Jahren aktiv
Eine Gruppierung dieses Namens war bereits vor etwa zehn Jahren in Erscheinung getreten. Sie bekannte sich damals zu mehreren Brand- und Sprengstoffanschlägen auf Behördengebäude in Berlin, bei denen niemand verletzt wurde. Außerdem verschickte sie 2011 einen Drohbrief mit Patronen an den damaligen der deutschen Innenminister Hans-Peter Friedrich. Die Bundesanwaltschaft hatte in dem Fall 2013 unter anderem deutschlandweit Wohnungen durchsuchen lassen.

Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf die Ermittler schrieb, ist jedoch noch unklar, ob es die damalige Gruppe inzwischen wieder aktiv wurde und eine sogenannte zweite Generation herausbildete. Alternativ könnte es sich auch um eine neu gegründete militante Gruppierung handeln, die lediglich den Namen verwendet.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.