01.09.2020 15:59 |

Engländer in Gewahrsam

Touristin (60) vor Korfu von Schnellboot getötet

Drama vor der griechischen Insel Korfu: Eine Britin wurde beim Schwimmen von einem Schnellboot erfasst. Der Propeller durchtrennte offenbar eine Arterie, die 60-jährige Touristin verblutete hilflos. Gegen drei junge Engländer wurden laut Medienberichten Ermittlungen eingeleitet - sie sollen sich zum Zeitpunkt des grausigen Unfalls an Bord des Bootes befunden haben.

Die 60-jährige Claire Glatman aus Bedale in North Yorkshire habe mit ihrem Ehemann die meiste Zeit des Jahres in der gemeinsamen Villa auf der Insel verbracht, wie britische Medien berichteten. Zum Zeitpunkt des Dramas sei auch die ältere Tochter der 60-Jährigen, Mutter von insgesamt vier Kindern, bei dem Paar zu Besuch gewesen.

Beinarterie dürfte aufgeschlitzt worden sein
Glatman, laut einem Freund eine erfahrene Schwimmerin, sei wie fast jeden Morgen an den Strand von Avlaki gegangen. Diesmal aber dürfte der Kapitän eines Schnellbootes sie im Wasser übersehen haben. Ergebnisse der Autopsie sind noch nicht offiziell, aus dem Krankenhaus heißt es aber, der Propeller dürfte die Beinarterie aufgeschlitzt und der Frau weitere schwere Verletzungen zugefügt haben.

Strandbesucher entdeckten Leiche im Meer
Wie ein Sprecher der Küstenwache dem „Telegraph“ sagte, seien gegen zehn Uhr am Vormittag Notrufe eingegangen, nachdem Strandbesucher einen Frauenkörper im Meer treiben gesehen hätten. Für die 60-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

Laut „Corfu Press“ werde gegen drei Engländer ermittelt, die an Bord des Schnellbootes gewesen seien. Sie befänden sich in Gewahrsam. Das Boot sei verlassen an einem Strand in der Nähe aufgefunden worden - die jungen Männer hätten sich aus dem Staub gemacht gehabt. Die Familien der unter Verdacht Stehenden besitzen demnach Villen in Nordost-Korfu, das Boot gehöre der Familie desjenigen, der laut Zeugenaussagen zum Unfallzeitpunkt das Schnellboot gesteuert habe.

Heike Reinthaller-Rindler
Heike Reinthaller-Rindler
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