23.08.2020 12:05 |

Unwetter:

Bis zu völligen Erschöpfung helfen

Die massiven Regenfälle, die, wie berichtet, in den vergangenen Wochen besonders das Südburgenland getroffen haben, fordern vor allem die Feuerwehren. Diese stehen an solchen Tagen im stundenlangen Dauereinsatz, um Keller auszupumpen, Straßen freizuräumen und Fahrzeuge zu bergen.

Sobald eine Unwetterwarnung raus geht, beginnen bereits die ersten Vorbereitungen für einen möglichen Ernstfall. „Wir wissen aus der Erfahrung zumeist schon, welche Häuser gefährdet sind, füllen Sandsäcke und stellen diese dort ab“, erklärt Martin Ernst vom Bezirksfeuerwehrkommando Jennersdorf.

Wenn das Unwetter dann tatsächlich losbricht, beginnt für die Helfer ein langer Einsatzmarathon. Während sie zu einem betroffenen Haus unterwegs sind, kommen zehn neue dazu. Der Einsatzleiter muss dann Prioritäten setzen.

Für die Florianis bedeuten solche Unwetter Stress und harte Arbeit. „Wir tragen die Einsatzkleidung, alles ist nass, in den Kellern ist es meist finster, weil auch der Strom ausfällt“, schildert Ernst die kräfteraubenden Einsätze. Nicht zu selten geht auch der Kanal über, was zu einer massiven Geruchsbelästigung führt, von der verschmutzten Kleidung gar nicht zu sprechen.

Hinzu komme, dass zwischendurch auch Pumpen und Schläuche den Geist aufgeben. „Die Geräte laufen stundenlang Vollgas, da passiert das schon mal“, so der Feuerwehrmann. Grundsätzlich sei man für derartige Einsätze aber gut ausgestattet.

Eine Herausforderung ist auch die Dauer der Arbeiten. Die Helfer sind noch unterwegs, wenn das Unwetter schon lange vorbei ist. Danach müssen die Geräte gereinigt und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden. Denn oft kündigt sich bereits das nächste Unwetter an. In Summe viele freiwillige Stunden für das Gemeinwohl.

Christoph Miehl, Kronen Zeitung

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