20.08.2020 06:44 |

Kritik an Großprojekt

Sorge um Naturjuwel wächst

Der Hafenausbau in Fertörákos auf ungarischer Seite des Neusiedler Sees lässt im Burgenland aufs Neue die Wogen hochgehen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten aus dem Nachbarstaat drängen die Grünen nun auf einen Baustopp. Diesseits und jenseits der Grenze wird das Großprojekt als Gefahr für das Naturjuwel gesehen.

Schon lange regt sich heftiger Widerstand gegen das umstrittene Mega-Projekt in Fertörákos. Eine Baugenehmigung für die Tourismusanlage mitten im Naturschutzgebiet war, wie berichtet, vor knapp drei Wochen erteilt worden. Die Einspruchsfrist ist bereits abgelaufen. Umweltschützer sehen nun den Neusiedler See akut bedroht und den Welterbe-Status der UNESCO gefährdet. Die Grünen drängen auf einen vorläufigen Baustopp. „Weder die einzigartige Tierwelt noch Tausende Jobs im Tourismus dürfen zerstört werden. Deshalb sollten mit Ungarn gemeinsam verbindliche Baurichtlinien für derartige Großprojekte ausgearbeitet werden, die UNESCO eingebunden“, erklärt Landessprecherin Regina Petrik. Ein entsprechender Antrag wurde im Landtag bereits eingebracht.

Von der Landesregierung erwartet sich Petrik, mit dem Nachbarland in Kontakt zu treten. Die ungarischen Aktivisten fordern indes eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Sie beklagen fehlende Informationen von ihrer Regierung in Budapest.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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