OÖ-Unterhaus legte los

„Fußball-Plätze werden für Corona eine Brutstätte“

Es herrscht große Freude, weil im Fußball-Unterhaus der Ball wieder rollt! Die Klubs agieren dabei im Kampf gegen das Virus vorbildlich und bemüht. Aber viele Zuseher verhalten sich teils leider völlig undiszipliniert!

Heiße Zweikämpfe, brisante Nachbarschaftsderbys, schöne Tore. Fünf Monate nach dem Lockdown regiert seit dem Wochenende – über ganz Oberösterreich verteilt – wieder „König Fußball“. Die Freude darüber war bei Spielern, Funktionären und Zusehern am ersten Unterhaus-Spieltag der „Corona“-Saison spürbar.

Spiel stand an der Kippe
An dem mit Neumarkt – Ranshofen (Bezirksliga West), Kematen – Bewegung Steyr (1. Klasse Ost) und Dionysen – Hörsching (1. Mitte) drei Partien Corona-bedingt abgesagt werden mussten. „Dazu stand ein Spiel an der Kippe, aber Schalchen trat in der Landesliga West beim 0:1 gegen Dorf bemerkenswerter Weise an, obwohl fünf Spieler in Quarantäne sind“, so Roland Mayrhofer vom OÖ-Fußballverband.

„Vereine sind machtlos“
Positiv auch: Viele Klubs gaben an den Eingängen eifrig Masken aus, stellten Desinfektionsmittel zur Verfügung und wiesen mit Durchsagen aufs Abstandhalten hin. Was manche Zuschauer aber völlig kalt ließ! Etwa in Pettenbach, Bad Ischl, Schwertberg und Braunau - wie die „Krone“ von Augenzeugen aus allen Teilen des Bundeslandes erfahren konnte.

Bei Zuschauerzahlen gemogelt
Doch auch auf anderen Plätzen waren die Tribünen und Kantinen teils rappelvoll und wurde zum Teil auch bei der offiziellen Angabe der Zuschauerzahlen gemogelt. „Es war wie vor der Pandemie“, lautete der Tenor. „Wir haben alles probiert, zwingen kann man die Leute aber nicht“, sagt etwa der Sportchef eines OÖ-Ligisten.

Wilde Zustände
„Bei einem Verhalten, wie es teils zu beobachten war, werden die Fußball-Plätze zu Corona-Brutstätten werden“, seufzt ein Schiedsrichter sorgenvoll, während OÖFV-Direktor Raphael Koch weiß: „Wir hatten schon im Landescup teils wilde Zustände. Den Klubs kann man aber keine Vorwürfe machen, sie können nicht jedem Zuschauer einen Ordner hinstellen.“

„Geht um die Existenz!“
Der Sportchef eines OÖ-Ligisten bangt: „Hoffentlich können wir heuer möglichst lange weiterspielen – und das mit Zuschauern. Es geht um die Existenz der Vereine!“ Doch dass diese just durch undisziplinierte Besucher gefährdet wird, haben viele Sportplatzbesucher offenbar noch nicht wirklich begriffen.

 OÖ-Krone
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Montag, 21. September 2020
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