07.08.2020 13:53 |

Beobachtungstipp

Perseiden sorgen wieder für Sternschnuppenschauer

Wer noch ein paar Wünsche offen hat, könnte in den nächsten Tagen sein Glück bei einer der zahlreichen Sternschnuppen versuchen, die aktuell auch über Österreich gut zu sehen sind. Bei dem alljährlichen Naturschauspiel der Perseiden leuchten pro Stunde bis zu 100 Meteore über dem Nachthimmel.

Der August gilt als die beste Zeit im Jahr, um Sternschnuppen zu beobachten. Bereits ab Freitag lohnt sich der Blick in Richtung Himmel aber besonders. Obwohl der Mond derzeit nach einer Vollmondphase noch recht hell leuchtet, lässt sich dabei ein Spektakel am Himmel beobachten.

Höhepunkt am 12. August
Schon seit Mitte Juli und noch bis zum 24. August flitzen immer wieder Perseiden übers Firmament. In den Tagen vor und nach dem Höhepunkt sind bis zu fünfzig Sternschnuppen pro Stunde unterwegs. Zum traditionellen Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August treten etwa hundert Sternschnuppen pro Stunde auf.

Im Sternbild des Perseus zu sehen
Bei einem Meteorstrom scheinen dabei die Leuchtspuren aus derselben Richtung am Himmel zu kommen. Dieser Fluchtpunkt wird auch als Radiant bezeichnet - da dieser beim Perseidenstrom im Sternbild des Perseus liegt, weshalb sie auch Perseiden genannt werden. Die Meteore kommen jedoch nicht wirklich aus diesem Bereich, selbst wenn es optisch so aussieht.

Ursprung von Kometen
In Wirklichkeit stammen die Perseiden vom Kometen 109P/Swift-Tuttle, der alle 130 Jahre die Sonne umkreist. Dabei hinterlässt er eine Spur im All, die die Erde alljährlich am 12. oder 13. August kreuzt. Der Komet ist bereits so oft um die Sonne gekreist, dass er mehr als nur eine Spur hinterlassen hat - das ist auch der Grund, weshalb der Meteorschauer der Perseiden besonders prächtig erscheint.

Gigantische Staubwolke
Der Kern des Kometen besteht aus einem Klumpen aus gefrorenen Gasen und Staub. Gelangt er in Sonnennähe, dann verbinden sich Gase mit Staubpartikeln, die sie mit sich reißen. So bildet sich der Gas- beziehungsweise Staubschweif des Kometen.

Trifft die Erde dann auf diese Partikelwolke, treten die Staubteilchen mit einer Geschwindigkeit von 59 Kilometern pro Sekunde (rund 200.000 km/h) in die Atmosphäre ein und hinterlassen beim Verglühen die auffälligen Leuchtspuren.

Wie die Sternschnuppen zu sehen sind
Zur Sternschnuppensuche empfiehlt sich ein Platz mit freier Sicht nach Osten. Doch die Perseiden flitzen sehr weit über den Sternenhimmel, weshalb sie kaum zu übersehen sind. Dunkel genug sollte es spätestens um zehn Uhr sein - da ist dann auch schon die Höchstzahl an Sternschnuppen unterwegs. Je später die Nacht, desto besser sind die Chancen, möglichst viele Lichtfunken zu entdecken.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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