04.08.2020 13:06 |

In 3205 Metern Höhe

Neues Biwak für den Großglockner

In 3205 Metern Höhe schmiegt sich ein Biwak in die Nordwand des Großglockners. Eine kleine Unterkunft, die noch heuer runderneuert wird.

„Der Großglockner ist nicht irgendein Gipfel, er ist der schönste Aussichtsberg der Ostalpen“, ist für den erfolgreichen Kalser Bergführer Vittorio Messini klar, doch der Zustand der Biwakschachtel ist einfach „glocknerunwürdig“. 1958 war in Villach mit dem Bau der Biwakschachtel begonnen worden. Eine Stahlkonstruktion wurde errichtet und mehr als 100 Bergsteiger trugen die 15 bis 35 Kilogramm schweren Einzelteile durch den Gletscherbruch bis auf 3205 Meter Seehöhe. Heute ist das Biwak sanierungsbedürftig, bietet keinen Tisch und keine Kochmöglichkeit und nur maximal acht Personen Platz. „Doch das Biwak ist weiterhin Ausgangspunkt zahlreicher interessanter Aufstiege, wie Pallavicinirinne, Mayerlrampe, Nordgrat, Nordwand, Berglerrinne und die Überschreitung der Glocknerwand", erzählt Vitto, der gemeinsam mit Sportausrüster Salewa eine Spendenaktion startete.

Salewa rief unterm Titel #SALEWA3000 die Bergcommunity auf, alle 784 Dreitausender Österreichs zu besteigen und ein Foto zu posten. Und für jede Besteigung wurden fünf Euro für das Glocknerbiwak gespendet.

Unterstützt wird das Projekt auch vom Alpenverein, der auch einen Großteil der finanziellen Mittel dazu beisteuert.  „Alle erforderlichen Bewilligungen liegen bereits vor“, so Vitto. Errichtet werden soll das neue Biwak von der Wiener Firma „Polybiwak“, die sich auf modulare Schutzeinrichtungen für extreme Umweltbedingungen spezialisiert haben. Vitto: „Der neue Glockner-Stützpunkt soll bereits Mitte September errichtet werden."

Zusätzlich soll auch der Zustieg zum Glockner Biwak erneuert werden. Betreut werden soll das Biwak künftig von den Heiligenbluter und Kalser Bergführern. 

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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