02.08.2020 21:09 |

„Splashdown“

SpaceX-Mission: US-Astronauten auf Erde gelandet

Die US-Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley sind nach zwei Monaten an Bord der Internationalen Raumstation ISS wieder sicher auf der Erde gelandet. Die Landung erfolgte am Sonntagnachmittag (Ortszeit) im Golf von Mexiko vor der Küste Floridas. Die Freude über den erfolgreichen „Splashdown“ war riesengroß.

Behnken und Hurley waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus gestartet. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS flogen, und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Im Video unten sehen Sie, wie die Kapsel von der Raumstation abdockt:

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre „Atlantis“ zur ISS geflogen. Danach mottete die NASA ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war seither für Flüge zur ISS auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am Ego.

Trump bedankt sich bei allen
Eigentlich waren eigene Flüge aus den USA zur ISS von der NASA schon für 2017 angekündigt gewesen - im Zuge technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten wurde das Projekt aber immer weiter aufgeschoben. Trump äußerte sich am Sonntag erfreut über die geglückte Mission. „Es ist großartig, dass NASA-Astronauten nach einer sehr erfolgreichen zweimonatigen Mission zur Erde zurückkehren. Danke an alle!“ Die Landung im Wasser sei sehr aufregend gewesen, schrieb Trump auf Twitter.

Russland will wieder Touristen zur ISS schicken
Unterdessen teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit, dass Ende kommenden Jahres wieder zwei Touristen zur ISS fliegen sollen. Sie sollen demnach vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben. Ihre Namen wurden nicht genannt. Die Raumfahrtbehörde hatte für den Tourismus ins All einen Vertrag mit dem spezialisierten US-Unternehmen Space Adventures unterschrieben. Derartige Reisen zur ISS gibt es seit 2001. Der erste von bisher sieben Weltraum-Touristen war der US-Multimillionär Dennis Tito.

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