02.08.2020 12:00 |

Verein hat Vision

Fluss bei Gallizien von Fischotter leer gefressen

Unter dem Motto „Ein Fluss, eine Vision“ haben sich elf Unterkärntner zusammengeschlossen, um aus der Vellach bei Gallizien das zu machen, was sie vor 25 Jahren war: Ein lebendiger Fluss mit Äschen und Forellen, bis der Fischotter kam. Jetzt baut der Verein Fly Vellach nachhaltig auf und lädt bald wieder zum Fischen ein.

„Uns liegt das Wasser einfach am Herzen. Wir wollen nicht zusehen, wie dieser seltene Naturbach stirbt“, erklärt Obmann Manfred Setz. Gemeinsam mit Fliegenfischer-Freund Gerhard Skorianz kam ihm die Idee zum Verein Fly Vellach.

Denn so wie die beiden die Vellach kennen, ist sie schon lange nicht mehr. Setz: „Der Fluss ist ausgestorben. Es gibt kaum noch Forellen und Äschen, weil hier der Otter alles leer gefressen hat.“ Alleine entlang der Vellach leben vermutlich vier dieser Fisch-Fresser.

Konkret geht es um rund sechs Kilometer des Drauzuläufers zwischen Sittersdorf und Gallizien, die der Verein vom Stift St. Paul langfristig gepachtet hat.

Zwischen der Miklauzhofbrücke in der Gemeinde Sittersdorf und der Mori-Mühle in Müllnern wird nun neu besetzt. Dabei kommen einheimische Fische, die auch ursprünglich in der Vellach waren, zum Einsatz.

Setz: „Die Äschen und Forellen werden in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Wichtig ist uns die nachhaltige Belebung des Wassers.“ Entwickeln sich die Fische im Fluss, etablieren sie sich entsprechend leichter. Nach zwei bis drei Jahren baut sich dann eine Eigenpopulation auf.

Mittlerweile gibt es elf Mitglieder im Verein; Unterstützer sind willkommen. In Zukunft wollen die leidenschaftlichen Fliegenfischer vor allem die Jugend fördern. Setz: „Spätestens im kommenden Jahr wird es Kurse geben.“

Alle Infos, Termine und Karten zum Fliegenfischen unter flyvellach@gmail.com oder auf Facebook.

Elisabeth Nachbar
Elisabeth Nachbar
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