27.07.2020 08:31 |

Post und Supermärkte

Corona: Bundesheer-Einsätze kosteten 3 Mio. Euro

Die Unterstützungsleistungen des Bundesheeres während des Corona-Lockdowns - vorwiegend bei der Post und in Supermarkt-Lagern - haben insgesamt drei Millionen Euro gekostet. Dabei haben die Einsätze bei der Post alleine zwei Millionen Euro ausgemacht, wie aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des NEOS-Abgeordneten Douglas Hoyos hervorgeht.

Im Zeitraum vom 26. März bis 2. Juni wurden rund 900 Soldaten fast aller Dienstgrade vom Rekruten bis zum Stabsoffizier eingesetzt. Die größten Einsätze waren jene in den Postverteilerzentren in Wien-Inzersdorf und Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg, an denen 220 Soldaten beteiligt waren. Dort haben die Soldaten Zigtausende Arbeitsstunden geleistet und Millionen von Paketen bewegt. Die Post benötigte die Unterstützung des Bundesheeres, da es an den beiden Standorten zu einer Häufung an Covid-19-Erkrankungen unter den Mitarbeitern gekommen war. Dadurch hatte sich ein Stau an Paketen gebildet.

Rund 2,5 Millionen Pakete abgefertigt
In Inzersdorf wurden 4535 Manntage, das entspricht rund 33.000 Arbeitsstunden, geleistet und in Summe rund 1,050.000 Pakete bearbeitet. Das hat laut der Anfragebeantwortung 1,1 Millionen Euro gekostet. Ähnlich waren die Zahlen auch im Postverteilerzentrum Hagenbrunn. Die Soldaten haben laut dem Bundesheer rund 1,5 Millionen Pakete übernommen und weitergeleitet und 29.000 Arbeitsstunden geleistet. Die Kosten beliefen sich auf 974.000 Euro.

Eine Million Euro für Supermarkt-Assistenzeinsatz
Die Leistungen bei mehreren Lebensmittelketten, Pharmazieunternehmen und in den Callcentern der AGES und des Außenministeriums kosteten eine weitere Million Euro. Wobei die Lagerarbeiten bei der Rewe-Gruppe und bei Spar mit jeweils rund 400.000 Euro Kosten und jeweils 130 Mann die größten Einsätze waren.

Kosten tragen die Auftraggeber
Für alle Unterstützungsleistungen wurden insgesamt fast 3,1 Millionen Euro verrechnet, 2,1 Millionen Euro davon für die Einsätze bei der Post. Das Verteidigungsministerium betonte am Montag, dass die Kosten für sogenannte Unterstützungsleistungen des Bundesheeres vom Auftraggeber bzw. Nutznießer des jeweiligen Einsatzes zu bezahlen seien.

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