23.07.2020 10:45 |

Genuss für Daheim

Der “Weber”-Pizzastein im krone.at-Test

Auf der Suche nach der besten Pizza der Stadt wird man vielleicht schon in den eigenen vier Wänden - bzw. im Garten oder auf Balkonien - fündig. Möglich macht es ein Pizzastein für den Griller: Dieser sorgt dafür, dass Diavolo & Co. so frisch und knusprig wie vom Italiener schmecken. Das glauben Sie nicht? Die „Krone“-Kulinarik-Redaktion hat‘s getestet!

Das Geheimnis perfekter Pizza ist so simpel wie genial: ein dünner, knuspriger Boden, geschmolzener Käse, saftige Tomaten und herzhafte Zutaten nach Lust und Laune - schon wähnt man sich kulinarisch im Süden angekommen.

Mit Pizzasteinen aus Cordierit können sogar Laien eine echte neapolitanische Pizza backen - ganz ohne Holzofen. Der Stein sorgt dafür, dass die Pizza gleichmäßig backt, ohne auszutrocknen. Doch das wahre Geheimnis liegt in der Zubereitung des Teigs - für den wir Ihnen hier (siehe unten) ein Originalrezept verraten:

Zutaten für echten neapolitanischen Pizzateig: 
• 550 ml Wasser
• 30 g Salz
• 2 g Germ
• 1 kg Mehl (Typ: 00) 

Zubereitung: Das Salz im Wasser auflösen und anschließend ein Zehntel des Mehls sowie den Germ vorsichtig mit dem Wasser vermengen. Das restliche Mehl nach und nach zugeben und kräftig kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Anschließend den fertigen Teig zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Tipp: ein feuchtes Geschirrtuch über den Teig legen, sodass keine harte Kruste entstehen kann. Nach der Ruhezeit den Teig portionieren und etwa sechs Stunden in den Kühlschrank stellen, bevor er weiter verarbeitet wird. Wer den Teig schon am Vortag zubereiten möchte, sollte ihn im Tiefkühler einfrieren. Vor dem Backen sollte er auf Raumtemperatur gebracht werden.

 Zutaten für die Tomatensauce: 
• 400 ml San Marzano Tomaten
• 10 g Salz

Zubereitung: Die Tomaten aus der Dose nehmen, salzen und kurz pürieren. Nach Bedarf etwas frisches Basilikum hinzugeben. Die Sauce auf die Pizza verteilen und belegen (z.B. Mozzarella und Salsiccia). Die fertig belegte Pizza bei 220 bis 290 Grad für ca. fünf bis zehn Minuten im geschlossenen Griller garen. 

Patrick Bayer, Grillweltmeister der Weber Grill Academy Original, hat uns Tipps und Tricks verraten, wie Sie Ihren Griller im Handumdrehen in einen Pizzaofen verwandeln:

1. Weniger ist mehr: Der Pizzateig sollte nicht zu dick ausgerollt werden. Gleichzeitig ist es wichtig, die Pizza nicht zu üppig zu belegen. So kann sie gleichmäßig gebacken werden.

2. Reihenfolge beachten: Zutaten wie Rucola, Basilikum oder Rohschinken erst nach dem Backen auf die Pizza legen! Gerade Kräuter oder Salat werden beim Grill- bzw. Backvorgang sonst schnell bitter im Geschmack, während der Rohschinken zu trocken wird.

3. Das Zubehör macht’s: Mit einer mit Mehl bestreuten Pizzaschaufel lässt sich die Pizza ganz leicht auf den Stein heben. Auf der Arbeitsfläche sollte hingegen immer nur so viel Mehl gestreut werden, wie für die Pizza tatsächlich gebraucht wird.

krone.at-Fazit: Praxis- und Geschmackstest überzeugen. Durch einen Pizzastein bekommt Ihre Pizza "a la casa" den unverwechselbaren Duft einer Steinofenpizza. Unser Tipp: Stellen Sie sich am besten einen Timer, während die Pizza auf dem Stein liegt - schon wenige Minuten (je nach Dicke des Teiges) auf dem Griller genügen, um den Pizzarand locker-fluffig und den Boden kross zu backen. Hat man einmal den Dreh raus, läuft die Zubereitung wie am Schnürchen. In diesem Sinne: buon appetito!

Übrigens: Ausgelegt ist der Pizzastein für Kugelgrills, Gasgriller oder Holzkohlegriller. Wer über keinen Garten verfügt, kann seinen Pizzastein alternativ auch in den Backofen bei ca. 250 Grad legen. Das Ergebnis wird Sie überraschen! 

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