19.07.2020 14:01 |

Almdorfpläne passé

Viele Zweitwohnsitze „überfluten“ das Stubeck

Auf dem Stubeck, dem Gmünder Hausberg, wird gebaut! Aber nicht wie geplant ein Almdorf, das Touristen in die Region locken sollte, sondern neue Zweitwohnsitze. Bei vielen Bewohnern stößt dieses Projekt auf wenig Gegenliebe. Anrainer befürchten, dass die Verbauungen Probleme machen könnten.

Eigentlich hätte das Stubeck ein neuer Anziehungspunkt für Touristen werden sollen. Von der Gemeinde war nämlich ein Almdorf – wie man es vom Falkert kennt – geplant. Doch dieses Projekt schaffte es nicht bis zur Umsetzung. Jetzt gibt es andere Pläne: Zweitwohnsitze werden geschaffen.

„Wenn diese Bauphase beendet ist, werden wir uns um die Gewerbefläche, die sich direkt oberhalb der Baufläche befindet, kümmern. Da könnte dann ein kleineres Almdorf entstehen“, meint Bürgermeister Josef Jury. Diesen Ausbau bezeichnet der Gemeindechef als eine sanfte Weiterentwicklung der Region. Bisher gibt es rund 70 Häuser auf dem Stubeck – und es kommen weitere hinzu.

Die bereits bestehenden Bauten würden allerdings zeigen, was auf die Anrainer noch zukommen könnte, meinen Kritiker. Diese hätten große Probleme mit dem Oberflächenwasser, das wegen der Bodenversiegelung und Straßen nicht mehr versickern kann. Lisbeth Steiner: „Seit den neuen Baumschlägerungen stehe ich vor meinem Haus im Wasser. Je mehr verbaut wird, desto mehr Flächen gibt es, die kein Wasser aufnehmen. Die Unwetter werden ja auch immer mehr! Dafür muss es eine Lösung geben!“, fordert Steiner.

Sie ist von den Zweitwohnsitz-Plänen nicht begeistert: „Die Hütten-Eigentümer kommen maximal viermal im Jahr her. Touristisch gesehen, hat das keinen Wert.“ Die Gemeinde bekäme zwar die Nebenwohnsitzsteuer und Kanalgebühren, das wäre aber schon alles. „Wenn schon am Berg gebaut werden muss, dann anständig. Das Almdorf war ja keine schlechte Idee!“

Elisa Aschbacher
Elisa Aschbacher
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