13.07.2020 06:00 |

Corona-Überträger?

„Roher Fisch ist aus Peking verbannt“

Der Österreicher Thomas Novohradsky (61) sitzt wegen Corona in China fest und erzählt, dass dort Meeresfrüchte im Verdacht stehen, für die Verbreitung des Virus zu sorgen.

Der 61-Jährige war bis 2001 Produktionsleiter an der Wiener Staatsoper und dann künstlerischer Direktor des New National Theater Tokyo.

Roher Fisch aus Geschäften verschwunden
„Im Zuge der Untersuchungen zum zweiten Corona-Ausbruch in Peking“, erzählt Novohradsky, „fanden die Wissenschaftler heraus, dass es die meisten Erkrankungen auf dem Markt in der Fischabteilung gab. Wesentlich mehr als bei Fleisch und Gemüse.“ Roher oder geräucherter Fisch sei deshalb seit Wochen aus den Regalen der Geschäfte verschwunden.

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Man hat festgestellt, dass erkrankte Menschen das Virus auf die Fisch- oder Meeresfrüchteoberfläche bringen, es fühlt sich dort heimisch und findet eine ideale Überlebensgrundlage.

Thomas Novohradsky, Augenzeuge in China

Novohradsky: „Man hat die Daten mit Wuhan verglichen und festgestellt, dass erkrankte Menschen das Virus auf die Fisch- oder Meeresfrüchteoberfläche bringen, es fühlt sich dort heimisch und findet eine ideale Überlebensgrundlage.“ Gekochter Fisch könne aber bedenkenlos gegessen werden.

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Die Verkehrsbetriebe sind angewiesen worden, die Züge und Busse mit offenen Fenstern oder maximaler Ventilation zu betreiben.

Thomas Novohradsky, Augenzeuge in China

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Peking seien noch immer weitgehend leer, so Novohradsky, der von einer Studie aus Tokio berichtet: „Dort fand man per Computersimulation heraus, dass neben Mundschutz und Abstand die Zugluft ein wesentlicher Faktor ist, dass das Virus sich in einem geschlossenen Raum nicht verbreiten kann. Die Verkehrsbetriebe sind angewiesen worden, die Züge und Busse mit offenen Fenstern oder maximaler Ventilation zu betreiben.“

Kronen Zeitung

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