10.07.2020 20:21 |

Wechselmechanismus II

Kroatien und Bulgarien auf dem Weg in die Eurozone

Die EU-Länder Kroatien und Bulgarien haben am Freitag eine wichtige Hürde vor dem Beitritt zur Gemeinschaftswährung Euro genommen. Wie die EU-Kommission mitteilte, wurden beide Staaten mit ihren Landeswährungen Kuna und Lew in den Wechselmechanismus II (ERM II) aufgenommen - das sogenannte Wartezimmer für den Euro.

Nun müssen Kroatien und Bulgarien mindestens zwei Jahre ohne größere Schwierigkeiten an dem Mechanismus teilnehmen. Das heißt unter anderem, dass sie nicht von sich aus ihre Währung gegenüber dem Euro abwerten dürfen. Der Kurs darf nur innerhalb bestimmter Grenzen schwanken. Gelingt ihnen das, könnten nach den zwei Jahren alle Voraussetzungen für den Beitritt zum Euro erfüllt sein. Beide Staaten bemühen sich darum seit Jahren.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen betonte, mit dem Beschluss würden die wichtigen Wirtschaftsreformen in Bulgarien und Kroatien anerkannt. Und er zeige, dass der Euro attraktiv bleibe. „Wir werden die beiden Länder auf der nächsten und abschließenden Etappe auf ihrem Weg zum Beitritt zum Euro-Währungsgebiet weiter unterstützen“, erklärte von der Leyen.

Eurozone umfasst derzeit 19 Länder
Nach den EU-Verträgen sind alle Mitgliedsstaaten bis auf Dänemark zum Beitritt zur Gemeinschaftswährung verpflichtet, sobald sie die Voraussetzungen erfüllen. Mehrere Staaten verfolgen dies aber nicht mit Nachdruck. Derzeit bezahlt man in 19 der 27 EU-Staaten mit dem Euro, der seit 2002 Zahlungsmittel ist.

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