01.07.2020 08:07 |

Von Nichte geschrieben

Weiteres Enthüllungsbuch über Trump gestoppt

Im Streit um das geplante Enthüllungsbuch der Nichte von US-Präsident Donald Trump hat ein Bruder des Staatschefs einen juristischen Erfolg erzielt. Ein New Yorker Richter untersagte am Dienstag vorübergehend das Erscheinen des Buches von Mary Trump. Die Maßnahme gilt mindestens bis zum 10. Juli. Bis dahin sollen Mary Trump und ihr Verleger darlegen, warum das Buch nicht wie von Donald Trumps Bruder Robert angeführt gegen eine frühere Stillschweigevereinbarung verstößt.

Das Buch „Too Much and Never Enough: How My Family Created the World‘s Most Dangerous Man“ - auf Deutsch etwa: „Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf“ - soll zwar erst am 28. Juli erscheinen. Mary Trumps Anwalt kündigte trotzdem umgehend Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs des Bundesstaates New York an. Diese verstoße gegen die in der Verfassung garantierte Meinungsfreiheit.

Vergangene Woche war Robert S. Trump vor einem anderen New Yorker Gericht mit einem Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen das Buch gescheitert. Der Bruder des Präsidenten wirft seiner Nichte vor, mit dem Buch gegen eine frühere Stillschweigevereinbarung über das Erbe des Familienpatriarchen Fred Trump - des Vaters von Robert und Donald Trump - zu verstoßen.

Buch zeichnet verheerendes Bild
Laut dem Verlag Simon & Schuster zeichnet die Tochter von Trumps verstorbenem Bruder Fred Trump Jr. in dem Buch ein verheerendes Bild von der Familie. Die Verlagsankündigung verspricht ein „helles Schlaglicht auf die dunkle Geschichte der Familie“ zu werfen, um zu erklären, wie Donald Trump zu dem Mann geworden sei, „der jetzt die weltweite Gesundheit, wirtschaftliche Sicherheit und den sozialen Zusammenhalt gefährdet“.

Ein anderes Enthüllungsbuch hatte erst vor Kurzem für Negativ-Schlagzeilen über den Präsidenten gesorgt: In „The Room Where It Happened“ - etwa: „Der Raum, in dem es geschah“ - erhebt Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater John Bolton schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten. Die US-Regierung hatte vergeblich versucht, ein Erscheinen des Werks zu verhindern.

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