30.06.2020 12:29 |

Ein Experte packt aus

Corona-Fiasko: Wurde Djokovic vom Staat getäuscht?

Seine Adria Tour wurde zum reinen Corona-Fiasko: Der Weltranglistenerste Novak Djokovic infizierte sich wie drei weitere Spieler bei dem von ihm mitorganisierten Turnier der Tennisprofis mit dem Virus. Fehlende Hygienebestimmungen und ein scheinbar sorgloser Umgang mit der Corona-Pandemie hatte den Serben viel und harsche Kritik eingebracht. Doch wurde er vom Staat getäuscht? Ein Experte packt nun aus.

Epidemiologe Zoran Radovanovic ließ in einem TV-Interview mit dem serbischen Sender „Nova“ die letzten Wochen Revue passieren. Seiner Meinung nach wurde der Tennis-Star vom Staat reingelegt. Dieser versicherte dem „Djoker“ offenbar, dass man die Corona-Situation unter Kontrolle habe.

„Es stellte sich als naiv heraus, dass er dem Staat vertraute“, sagt Radovanovic. „Er konnte sich nicht vorstellen, dass unsere Behörden ihn täuschen würden. Er hat auf Anraten der Experten und Behörden gehandelt - und sie haben ihn betrogen.“ Für ihn steht fest: „Djokovic ist unsere Marke“, so Radovanovic über den Nationalhelden. „Er ist ein kluger junger Mann - und er hätte niemals solch ein Abenteuer gewagt, wenn er nicht getäuscht worden wäre!“

„Man wollte politisch punkten“
Rund um den Auftakt der Adria Tour in Belgrad war es vor rund zwei Wochen zu Massenaufläufen gekommen. Spieler umarmten sich, Fans konnten den Sportlern ohne Wahrung von Abstandsregeln nahekommen. Auf den Rängen waren um Tausende mehr Zuschauer, als ursprünglich angekündigt waren. „Man wollte über Djokovic politisch punkten und hat nicht daran gedacht, dass man andere Spieler und das Publikum gefährden könnte“, meint Radovanovic. Seiner Meinung nach habe man Djokovic und die Besucher geopfert.

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