28.06.2020 15:09 |

SPÖ-Kritik

Länder gegen Ministerium

Das 1-2-3-Ticket sorgt wieder für Wirbel: In einem Brief an das Verkehrsministerium vom 11. Mai haben Wien, Niederösterreich und das Burgenland mehr Mitsprache bei dem Öffi-Projekt gefordert. Eine Reaktion sei aber ausgeblieben, heißt es von der SPÖ Burgenland. Das Ministerium weist das jedoch zurück.

In dem Brief an die grüne Verkehrsministerin Leonore Gewessler - der der „Krone“ vorliegt - äußern die drei zuständigen Landesräte der Ostregion ihre Sorge über Einzelgespräche des Ministeriums, welche sich „lediglich auf die Einführung des 3er-Tickets beziehen“. Weiter heißt es: „Diese Maßnahme soll keinesfalls alleine angedacht oder gar mit dem Jahr 2021 als einziges Produkt umgesetzt werden.“ Angesprochen werden auch Fragen der Einnahmenaufteilung, der Kapazitätserweiterungen und des Vertriebs. Man freue sich, hierzu weitere Gespräche führen zu können, steht abschließend. Genau diese Gespräche sind aber laut Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) ausgeblieben. „Trotz des eindringlichen Appells aus den Ländern jener Region, die mehr als die Hälfte des Öffentlichen Verkehrs in Österreich aufweist, hat es bis heute keine Reaktion der Ministerin gegeben. Im Gegenteil: Gewessler ist am 9. Juni im Alleingang an die Öffentlichkeit gegangen und hat verkündet, dass es zu einer baldigen Einführung des 1-2-3-Tickets kommen soll, aber nur des bundesweiten“, ärgert sich Dorner.

Er ist nicht allein: „Es braucht aber endlich Gespräche auf Augenhöhe“, fordert beispielsweise der Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ). Erst kürzliche hatte Dorner kritisiert, dass Burgenländer durch das 1-2-3-Ticket benachteiligt würden. Nun wirft er der Ministerin „anhaltende Gesprächsverweigerung“ vor. Gewessler müsse die Verhandlungen aufnehmen. Schließlich seien es die Länder, die das Ticket umsetzen müssten. Das Ministerium sieht das hingegen anders: „Wir haben in den vergangenen Monaten unzählige Gespräche mit den Ländern, Verbünden und Verkehrsunternehmen geführt und in Workshops gemeinsam Strategien entwickelt. Am 15. Juni fand im Ministerium ein großer Termin zum 1-2-3-Ticket mit allen Vertreterinnen und Vertretern von Ländern, Verbünden und Verkehrsunternehmen statt“, heißt es.

Christoph Miehl, Kronen Zeitung

 Niederösterreich-Krone
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