26.06.2020 14:40 |

Finanzschocks drohen

Corona kostet weltweit bis zu 20 Billionen Euro

Dass das neuartige Coronavirus die Weltwirtschaft in eine massive Krise gestürzt hat, ist schon länger klar. Während die Prognosen über die Auswirkungen immer noch recht vage sind, haben australische Forscher nun mehrere Szenarien berechnet. Demnach dürfte die Krise wohl insgesamt bis zu 20 Billionen Euro kosten. Selbst im Idealfall kommen hohe Verluste auf die globale Wirtschaft zu.

In Österreich rechnet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) mittlerweile mit der „tiefsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg“. Ausgelöst wurde diese durch die einschneidenden politischen Maßnahmen, die die Wirtschaft zum Erliegen gebracht haben. Weltweit könnte die Krise bis zu 21,8 Billionen Dollar (rund 20 Billionen Euro) kosten, wie nun Forscher an der Australian National University berechnet haben. Das entspricht rund 20.000 Milliarden Euro.

Selbst im Idealfall müsste man mit einem Verlust von zumindest 14,7 Billionen Dollar rechnen. Besonders hart trifft es dabei die großen Wirtschaftsmächte USA, Russland und China.

Verluste steigen mit jeder Welle
Insgesamt haben die Wissenschaftler sechs verschiedene Szenarien möglicher Verläufe der Pandemie unter die Lupe genommen und dies mit den Auswirkungen auf die Weltwirtschaft abgeglichen. Der schlimmste angenommene Fall geht davon aus, dass es im Jahr 2020 zu einer weiteren Infektionswelle komme und es auch 2021 zwei weitere Wellen gebe. Für diesen Fall rechnet man mit Verlusten von 21,8 Billionen Dollar.

Schwere Finanzschocks drohen
„Es handelt sich hier um einen massiven Schaden. Wenn wir das Virus nicht stoppen oder immer wieder neue Wellen kommen, steigen die ökonomischen Einbußen drastisch an. Je mehr Wellen, desto höher werden die Verluste“, warnt der Wirtschaftswissenschaftler Warwick McKibbin.

Selbst im besten Fall müsse man sich auf schwere Finanzschocks einstellen. Steht nur noch eine kleine Infektionswelle im Jahr 2021 bevor, verlieren die USA trotzdem zwei Billionen Dollar. Russland muss mit Einbußen von 2,8 Billionen Dollar rechnen, bei China sind es 1,9 Billionen Dollar.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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