19.06.2020 16:32 |

Osttirol

Auf Weltreise in den Hohen Tauern

Einmal an einem Gletschermassiv wie in der Antarktis stehen oder durch eine unwirkliche Mondlandschaft wandern? Das geht auch im Nationalpark Hohe Tauern, wo Südseefeeling, Berge und Kultur auf kleinstem Raum zu finden sind.

Großvenediger: Wilde Gletscherlandschaften wie am Südpol. Hoch oben im Virgental, südwestlich des majestätischen Eisdoms des Großvenedigers, befindet sich eines der größten Gletscherplateaus der Ostalpen. Gewaltige Eismassen, pfeifender Wind und Eiseskälte. Zivilisation? Fehlanzeige. Willkommen in der „Antarktis“ des Nationalparks Hohe Tauern! Mitten in Österreich.

Jagdhausalm: Ein Hauch von Tibet. Auf der Jagdhausalm ist keine Almhütte so, wie man sie sich diese in den Alpen vorstellt. Das vergängliche Holz weicht hier einer massiven Steinbauweise. Die älteste Alm Österreichs ist für die Ewigkeit gebaut. Auf 2.000 Meter Seehöhe wird sie oft als „Klein Tibet“ der Alpen bezeichnet. Doch ist das Osttiroler Tibet deutlich leichter erreichbar. Aus dem hintersten Defereggental gelangt man mit dem E-Bike in rund zwei Stunden bequem zu der Alm samt Jausenstation.

Zedlacher Paradies: Das Zedlacher Paradies ist ein 600 Jahre alter, lichter Lärchen-Bergwald an den sonnigen Südhängen des vorderen Virgentals. Hier reihen sich knorrige Baumriesen aneinander, die ähnlich wie die Mammutbäume im US-amerikanischen Sequoia Nationalpark sind und genügend Sonnenlicht bis zum Boden durchdringen lassen. Die Waldböden sind deshalb mit einem saftigen Grün überzogen. In den lichtdurchfluteten Zedlacher Wäldern merkt man schnell, dass der Beiname Paradies keineswegs aus der Luft gegriffen ist.

Dürrenfeld: Unwirkliche Mondlandschaft wie in der Sahara. Zwischen dem Kals-Matreier-Törl-Haus und der Sudetendeutschen Hütte verläuft der Sudetendeutsche Höhenweg: Ein Aussichtspfad, der westlich der Kendlspitze (3.085 m) plötzlich von lieblich-grünen Bergwiesen in ein fast ödes Braun übergeht. Eine wüstenartige, bizzare Landschaft umgibt die Wanderer. Auf circa einer Stunde Weglänge taucht man in eine staubtrockene Urlandschaft ein. Fast wie in der Hamada der Sahara.der

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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