Pacht gekündigt

„Pickerl“ für Hörschinger Freiluftkartbahn fehlte

Knatternde Motoren und benzingeschwängerte Luft gehören auf der Freiluftkartbahn in Hörsching wohl endgültig der Vergangenheit an. Denn dem Verein, der das 6000 m² große Areal in den letzten drei Jahren gepachtet hatte, wurde der Vertrag gekündigt. Dieser meint, weil Anrainer sich über den verursachten Lärm beschwerten. Doch laut Gemeinde ist der Grund ein ganz anderer.

Anrainer hätten sich wegen des ständigen Lärms, den die Fahrzeuge – Pitbikes, Minibikes, Supermotos, Mini Supermotos, Karts, bis hin zu Elektrobikes – der rund 25 Vereinsmitglieder verursachten, bei der Gemeinde beschwert. Und dies soll nun für die plötzliche Kündigung des Pachtvertrags ausschlaggebend gewesen sein. Dabei hatte der Motorsportverein mit Sitz in Ried nach eigenen Angaben während der Corona-bedingten Pause sogar noch die Bahn in Schuss gebracht und schön hergerichtet.

Anderes Bild
So die Meinung des gekündigten Vereins. Doch als die „Krone“ gestern bei der Gemeinde Hörsching nachfragen wollte, ob nun wirklich die Beschwerden einiger Anwohner ausgereicht hätten, um die Kündigung zu vollziehen, ergab sich plötzlich ein völlig anderes Bild.

„Bewilligungen fehlten“
„Es ist richtig, dass es wegen des Lärms immer wieder zu Beschwerden von Anrainern gekommen war. Dennoch gab es einen ganz anderen Grund dafür, warum wir jetzt agieren mussten. Bei einer Inspektion wurde die Anlage untersucht und es stellte sich heraus, dass der Verein weder über eine Bau- noch Veranstaltungsbewilligung verfügte“, klärt die Hörschinger Pressebeauftragte Daniela Salhofer auf. Heißt: Das wäre genauso, wie wenn man ein Auto sein Eigen nennen und damit fahren würde, aber über kein Pickerl verfügen würde.

Zukunft ungewiss
Nachdem für den Verein auf Nachfrage das Kapitel ohnehin abgeschlossen ist, die motorsportbegeisterten Mitglieder an Wochenenden nun nach Bad Fischau oder Dresden übersiedeln, stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob das 6000 m² große Areal in der Haidstraße in Hörsching künftig weiter als Freiluftkartbahn genutzt werden wird, oder nicht? „Status Quo ist, dass es hierfür bisher noch keine Entscheidung gab, da dies vom Grundstückseigner, einem Hörschinger, abhängig ist“, so Salhofer.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

 OÖ-Krone
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Dienstag, 07. Juli 2020
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