Völlig überraschend

Bundesliga-Klub feuert Trainer - Nachfolger fix

Knalleffekt in der Bundesliga: Eigentlich steht sein Team aktuell noch ganz gut da, dennoch muss Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder gehen. Der deutsche Erstligaklub und der 47-Jährige trennen sich. Sein Nachfolger steht mit Alexander Rosen schon fest.

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Von den fünf Spielen nach der Corona-Pause verlor Hoffenheim nur eine Partie. Dennoch muss Schreuder gehen, sein noch bis 2022 gültiger Vertrag wurde aufgelöst. Auch sein Bruder Dick, der Co-Trainer war, wird vor die Tür gesetzt. 

Differenzen über die Ausrichtung des Klubs
„Im Vordergrund der Arbeit des Trainerteams stand die Weiterentwicklung der Mannschaft, auch und gerade über diese Saison hinaus. Als es nun an die nicht zuletzt wegen der Coronakrise enorm anspruchsvolle Planung der Zukunft ging, zeichneten sich Differenzen über die Ausrichtung des Klubs sowie den weiteren gemeinsamen Weg ab“, schreibt der Verein in seiner Mitteilung.

Das Aus für Schreuder kommt jedenfalls völlig überraschend. „Leider konnten wir uns nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen, wie wir die TSG in die Zukunft führen möchten. Ich bedauere diese Entwicklung. Dass man unterschiedliche Meinungen hat, ist im Berufsleben aber nun einmal nicht ungewöhnlich. Man muss dann ehrlich miteinander sein und die entsprechenden Konsequenzen ziehen“, bedauert der Coach sein Aus. Schreuder hatte im vergangenen Sommer die Nachfolge von Julian Nagelsmann angetreten, der zu RB Leipzig gewechselt war.

Sportchef übernimmt
Sportchef Alexander Rosen wird vorerst der neue starke Mann auf der Bank bei Hoffenheim. „Ich werde extrem nah dabei sein und die ganze Sache steuern“, sagte der 41-Jährige. „Aber nicht im Trainingsanzug und nicht in Fußballschuhen.“

Rosen verfügt über die Trainer-A-Lizenz, ihm stehen in den restlichen vier Spielen der bisherige Schreuder-Assistent Matthias Kaltenbach, Torwarttrainer Michael Rechner, Videoanalyst Timo Gross sowie Marcel Rapp und Ex-Profi Kai Herdling aus der klubeigenen Akademie zur Seite. Für die neue Spielzeit sei aber „grundsätzlich davon auszugehen, dass wir eine externe Lösung erwarten können“. Vier Runden vor Saisonende liegen die Hoffenheimer, bei denen die Österreicher Florian Grillitsch, Stefan Posch und Christoph Baumgartner unter Vertrag stehen, auf dem siebenten Tabellenplatz.

krone Sport
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