Wieder Tierrisse in OÖ

Erobert sich der Wolf nun neue Regionen?

Wie ein Lauffeuer verbreiteten sich die Wolfsbilder in den vergangenen Wochen in den digitalen Kanälen der Jägerschaft. Neben einem Wildkamera-Schnappschuss aus Rüstorf (OÖ), sorgt nun ein Video zweier Brüder aus Kirchham für Aufsehen.

„Da, da is´er, film hin!“, hört man zwei junge Männer auf einem Video rufen, das in der Nacht auf Sonntag von zwei Brüdern aufgenommen wurde. „Erst dachten wir, es sei ein Hund, aber dann war sofort klar, dass es ein Wolf ist“, so Christoph Danzer (23) über den Moment, den sein Bruder Michael (17) mit dem Handy beim Güterweg Mairhof in Kirchham - Bezirk Gmunden - festgehalten hatte.

Viele Wolfsmeldungen
Erst am 19. Mai war es der Wildkamera von Jäger Rudolf Stadlmayr gelungen, in Rüstorf (Bezirk Vöcklabruck) einen Wolf bildlich festzuhalten. Davor wurden bereits in Weyer, Molln und Vorderstoder Vorfälle bestätigt. Jeder Fall wird akribisch - bei Tierschäden auch auf die DNA hin - überprüft, sodass eine ordentliche Datenlage vorgelegt und der Schaden durch ein anderes Tier ausgeschlossen werden kann.

Zitat Icon

Wir haben aktuell viele Meldungen, nicht jede kann aber auch bestätigt werden.

Gottfried Diewold, Wolfsbeauftragte des Landes OÖ

Vernetzte Jägerschaft
Seitens der Jägerschaft ist man bestens vernetzt: „Wir sind zu jedem Zeitpunkt abgestimmt, fordern aber eine ökologische Raumplanung, die die Lebensweise des Menschen und des Tieres vereinbar macht,“ sagt Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner (56) aus Molln.

Almwirtschaft droht Zurückdrängung
Nach Wolfssichtungen im Mühlviertel und anderen Bundesländern erscheinen die Sichtungen um Gmunden und Vöcklabruck jedoch neu: „Sollten die Wölfe ihre Reviere unkontrolliert ausweiten, würden Land- und Almwirtschaft zurückgedrängt werden“, mahnt Agrarlandesrat Max Hiegelsberger.

Sabine Kronberger, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 21. Oktober 2021
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