30.05.2020 16:00 |

Hahntennjoch:

Sperre für Asphaltierung, nicht für Motorräder

Ab der Grenzöffnung am 15. Juni wird es mit der Ruhe auf der Hahntennjochstraße wohl vorbei sein. Diese Ruhe vor dem Sturm wird in den nächsten zwei Wochen für Asphaltierungsarbeiten genützt, die eine Straßensperre mit sich bringen. In Prutz zieht das Land eine Investition von 35 Mio. Euro für die Unterführung vor.

Noch können die Anrainer der Hahntennjochstraße die Ruhe genießen. Ab 15. Juni, wenn die Grenzen zu Deutschland wieder öffnen, wird es wohl mit der Beschaulichkeit vorbei sein. Die verkehrsberuhigte Zeit nützt das Land Tirol für Asphaltierungsarbeiten. „Die Hahntennjochstraße wird von Mittwoch, 3. Juni, bis Freitag, 5. Juni, und von Montag, 8. Juni, bis Mittwoch, 10. Juni, jeweils in der Zeit von 9 bis 20 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt“, heißt es in einer Aussendung. Der Pendlerverkehr sei somit auch in dieser Zeit möglich. Rechtzeitig zur Grenzöffnung seien die Arbeiten beendet.

Sperre rechtlich möglich
Viele Anrainer der beliebten Ausflugsstrecke, auch jene im Lech- und Tannheimertal, hofften heuer auf Befreiung der Geisel des Motorradlärms. Mit der „Motorradlärmstudie Außerfern 2019“ als Basis versprach Verkehrsreferentin Ingrid Felipe nämlich eine „geeignete Maßnahme“. Seit Donnerstag ist diese Maßnahme publik: Laute Motorräder bekommen ein Fahrverbot. Nachdem dies aber nur 7 % der in Österreich zugelassenen Bikes tangiert - es werden hauptsächlich deutsche Zweiräder gesichtet -, ist die Enttäuschung vielerorts nicht zu verbergen.

Eine Sperre des Hahntennjochs für Biker würden sich viele wünschen, doch dies sei EU-rechtlich nicht durchsetzbar. „In Deutschland sind 170 Strecken für Motorräder gesperrt, folglich verstößt eine Sperre nicht gegen das EU-Recht“, sagt Karin Munk von der „Arge 2Rad“, die mit der im Juni startenden Imagekampagne „Fahr ruhig weiter“ Streckensperren verhindern will. „Entscheidungen basieren immer auf einem Ausgleich unterschiedlicher Interessen“, sagt LHStv. Ingrid Felipe, „ein komplettes Fahrverbot wurde in der Motorradlärmstudie nicht präferiert.“

35 Mio. Euro in Prutz
Über eine gravierende Entscheidung informierte gestern LH Platter in Prutz: Das Projekt „Unterführung Prutz“ an der Reschenstraße mit einem Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro wird vorgezogen, um der heimischen Wirtschaft Impulse zu geben. Staus vor der Ampel seien demnach bald Vergangenheit.

Hubert Daum
Hubert Daum
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