14.05.2020 12:07 |

Mit Zweijahresvertrag

Fix! Ferrari holt Sainz als Vettel-Nachfolger

Der Spanier Carlos Sainz wird Nachfolger von Sebastian Vettel beim Formel-1-Team Ferrari! Wie die Scuderia aus Maranello am Donnerstag mitteilte, wird der bisherige McLaren-Pilot 2021 und 2022 für die Italiener starten. „Ich bin sehr gespannt auf die Zukunft mit dem Team“, sagte Sainz. Und Ferrari-Teamchef Mattia Binotto ergänzte: „Carlos hat bereits fünf Jahre in der Formel 1 hinter sich und hat sich als sehr talentiert erwiesen. Er hat gezeigt, dass er über die technischen Fähigkeiten und die richtigen Eigenschaften verfügt.“

Der 25-jährige Hoffnungsträger Sainz oder der 30-jährige Routinier Ricciardo? Die Anzahl an Kandidaten als zukünftiger Teamkollege des 22-jährigen Monegassen Charles Leclerc hatten sie bei Ferrari klein gehalten. Dass die Wahl auf den derzeit noch bei McLaren angestellten Sainz gefallen ist, macht Sinn. Der Madrilene bietet eher als Ricciardo Gewähr, nach den in der vergangenen Saison sich häufenden Querelen und Grabenkämpfen wieder Ruhe in die Scuderia aus Maranello zu bringen. Die Bereitschaft, eigene Interessen zum Wohle des Teams zurückzustecken bzw. sich in den Dienst des zum Leader aufgestiegenen Jungstars Leclerc zu stellen, dürfte bei Sainz ausgeprägter sein als bei Ricciardo, der alle seine sieben Grand-Prix-Siege während seiner Zeit bei Red Bull Racing (2014 bis 2018) feierte.

Sainz würde „ideal zu unserer Familie passen“, betonte Binotto. Das Team glaube daran, dass das Fahrer-Duo aus Sainz und dem Monegassen Leclerc „die bestmögliche Kombination sein wird, um die Ziele zu erreichen, die wir uns selbst gesetzt haben“. Seit 2007, als der Finne Kimi Räikkönen Champion wurde, wartet Ferrari nun schon auf einen Fahrertitel. Der bisher letzte von insgesamt 16 Konstrukteurstiteln der Italiener datiert aus dem Jahr 2008. Und seit 2014 dominiert Mercedes die Königsklasse mit Superstar Lewis Hamilton, der mit Ausnahme von 2016, als er sich seinem deutschen Teamkollegen Nico Rosberg beugen musste, bereits fünf WM-Titel mit den „Silberpfeilen“ gewonnen hat. Die Verantwortlichen von Ferrari werden sich allerdings hüten, die Hierarchie unter den beiden Fahrern offiziell in Stein zu meißeln.

Vor allem in der ersten WM-Phase werden sie auch dem ehemaligen Toro-Rosso-Piloten Sainz, der mit einem Vertrag über zwei Jahre ausgestattet worden ist, „freie Fahrt“ gewähren und ihm die Möglichkeit zur Bewährung bieten. Sein Talent bewies der Spanier vor allem in der Vorsaison, die er dank durchwegs starker Leistungen sowie seinem ersten Podestplatz unmittelbar hinter seinem Vorgänger Vettel auf Platz sechs der WM-Gesamtwertung abschloss. Vor fünf Jahren debütierte der Sohn des gleichnamigen zweifachen Rallye-Weltmeisters im Zweierteam von Österreichs Getränkemilliardär Dietrich Mateschitz. Ferrari wird für Sainz somit nach Toro Rosso (2015 bis 2017), Renault (2017 bis 2018) und McLaren (seit 2019) bereits der vierte Arbeitgeber in der Motorsport-Königsklasse sein.

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