13.05.2020 18:39 |

Wegen Grenzsperren

Leihmütter-Babys stecken in der Ukraine fest

In der Ukraine können wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie Dutzende Leihmutterschaftskinder nicht von ihren ausländischen Eltern abgeholt werden. Derzeit wird laut der ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Ljudmila Denissowa in den sozialen Medien ein Video verbreitet, in dem 46 Kinder gezeigt werden, die auf ihre Eltern warten.

Die Babys befänden sich derzeit in einem Kiewer Hotel. Dem Video zufolge sind die Eltern der Kinder aus europäischen Staaten wie Deutschland und Österreich, aber auch aus den USA, Mexiko und China. Seit Mitte März dürfen Ausländer ohne Aufenthaltstitel wegen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr in die Ex-Sowjetrepublik einreisen. Zudem finden keine regulären internationalen Flüge statt.

In dem Video fordert die Leihmutterschaftsfirma die Eltern auf, über ihre Regierungen Druck auf die Ukraine auszuüben. Das Land solle Sondererlaubnisse zur Abholung der Kinder erteilen.

Menschenrechtsbeauftragte: „Kinderhandel stoppen“
Die Menschenrechtsbeauftragte nahm die aktuelle Situation zum Anlass, um die ukrainische Regierung aufzufordern, die sehr liberalen Gesetze in der ehemaligen Sowjetrepublik zu verschärfen. „Kinder sollten in der Ukraine kein Objekt für Menschenhandel sein“, betonte Denissowa.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).