Coronavirus in OÖ:

Wirt klagt: „Wo ist die Hilfe der Regierung?“

„Alleine durch die Anordnung der Tische werd’ ich 40 Prozent weniger Gäste bedienen können“, erklärt Herbert Schmid, Inhaber vom „Habanero“ in Schlierbach, was ihn und viele andere oberösterreichische Gastronomen beschäftigt. Ab 15. Mai dürfen die Wirte wieder öffnen die Vorfreude ist riesig, wenngleich die Vorgaben nicht immer leicht umzusetzen sind. Einige Wirte ärgern sich: "Wo ist die versprochene Hilfe der Regierung?, klagt etwa ein Innviertler.

„Wir haben viele Taufen und Familienfeiern, mit maximal vier Erwachsenen pro Tisch wird das aber schwer. Die Regel find’ ich übertrieben“, so Angela Pfarrbacher-Sams vom „Schwarzen Grafen“ in Micheldorf.

Herzlichkeit geht verloren
„Das Servieren mit einer Schutzmaske wird mit der Zeit anstrengend. Außerdem geht die Herzlichkeit und Freundlichkeit verloren, ich hab’ daher Schutzvisier aus Plastik gekauft“, so Schmid. Besonders stark getroffen wurde Robert Hatzmann vom Wirtshaus „Mesnersölde“ in Utzenaich.

„Wo ist die versprochene Hilfe der Regierung?“
Vor zwei Jahren übernahm er den Familienbetrieb, begann im Jänner das Lokal umzubauen. Gerade als der verordnete „Lockdown“ eintrat, wollte der Innviertler wieder öffnen. „Ich muss das Jahr irgendwie überleben. Keine Ahnung, wo die versprochenen Hilfen in Höhe von 38 Milliarden Euro sind. Ich hab’ sie nicht und auch von meinen Gastrofreunden hat keiner etwas bekommen“, ärgert sich Hatzmann.

80 Prozent weniger Umsatz
Angelo La Ruffa, Geschäftsführer von sechs Lokalen in und um Linz, musste in den letzten Wochen auf rund 80 Prozent seines Umsatzes verzichten. „Wir freuen uns schon auf unsere Gäste und wollen italienisches Urlaubsgefühl in unsere Gastgärten bringen“, so La Ruffa.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Freitag, 23. Oktober 2020
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