30.04.2020 20:48 |

37,5 Grad als Grenze

Kirche plant Temperaturmessung bei Begräbnis

Die katholischen Bischöfe in Italien planen Messungen der Körpertemperatur, um die Sicherheit der Teilnehmer von Beerdigungsfeiern zu gewährleisten. Dies ist in Bestimmungen der Italienischen Bischofskonferenz zu lesen, die am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern, müsse „die Messung der Körpertemperatur durch einen Sicherheitsbeauftragten mit einem digitalen Thermometer oder einem Thermoscanner“ garantiert werden, heißt es. Wie die Kathpress berichtete, sei der Zugang für Personen mit einer Körpertemperatur über 37,5 Grad verboten.

Begräbnisse mit bis zu 15 nahen Angehörigen erlaubt
Nach dem umfassenden Corona-Lockdown in Italien sind ab dem 4. Mai Beerdigungsfeiern mit bis zu 15 nahen Angehörigen unter strengen Seuchenschutzvorkehrungen erlaubt. Die Anwesenden müssen Schutzkleidung tragen und einen Sicherheitsabstand einhalten. Öffentliche Gottesdienste bleiben bis auf Weiteres untersagt. Die Bischofskonferenz verhandelt derzeit mit der italienischen Regierung über eine Lockerung des Verbots in den nächsten Wochen.

„Epidemiekurve sinkt in allen italienischen Regionen“
In Italien sank die Zahl der Toten mit einer Corona-Infektion am Donnerstag deutlich. 285 Todesfälle wurden innerhalb von 24 Stunden gemeldet, am Mittwoch waren es noch 323 gewesen. Der effektive Reproduktionsfaktor des SARS-Cov-2 liegt mittlerweile in allen Regionen unter 1. „Die Epidemiekurve sinkt in allen italienischen Regionen“, sagte der Präsident von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut ISS, Silvio Brusaferro.

Zehn Meter Abstand von Jogger und Radler in Frankreich
In Frankreich sollen Jogger und Radfahrer künftig mindestens zehn Meter Abstand zu anderen Menschen halten. Die neue Regel tritt mit Lockerung der Ausgangssperre am 11. Mai in Kraft, wie das Sportministerium in Paris am Donnerstag mitteilte. Damit soll das Risiko einer Corona-Ansteckung gemindert werden.

Die Sportministerin und frühere Schwimmweltmeisterin Roxana Maracineanu betonte, auch beim Tennis, Yoga oder bei Fitness-Übungen im Freien müsse ab dem 11. Mai „ein ausreichender körperlicher Abstand“ gewährleistet sein. Für Yoga oder Crossfit in Gruppen sind zum Beispiel vier Quadratmeter Platz pro Teilnehmer vorgeschrieben. Teamsportarten wie Fußball oder Basketball sind zunächst nicht möglich.

Ab 11. Mai fällt die Auflage, dass Franzosen nur noch eine Stunde am Tag Sport im Freien machen dürfen, und das nur in unmittelbarer Nähe der Wohnung. Bis Anfang Juni will die Regierung prüfen, wie Sport in Turnhallen oder Fitnesscentern wieder möglich sein könnte. Wettkämpfe sind bis mindestens August verboten, Sportveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis September.

Große Teile Europas fahren wieder hoch
Innerhalb der europäischen Region begannen laut WHO mittlerweile 21 Länder, Maßnahmen in unterschiedlichem Maße wieder zu lockern. Elf weitere planten dies in den kommenden Tagen. In Deutschland dürfen unter Auflagen Spielplätze, Kultureinrichtungen und Gotteshäuser nun wieder öffnen, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angelika Merkel am Donnerstag in Berlin. Über eine gemeinsame Öffnungsstrategie für Schulen, Kindergärten und Sporteinrichtungen solle erst kommende Woche entschieden werden.

Bis Donnerstagvormittag wurden in Deutschland mehr als 159.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert (Vortag: mehr als 157.500 Infektionen). Mindestens 6135 Infizierte sind bisher gestorben (Vortag: 6056). Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit Stand Mittwoch bei 0,75. Das bedeutet, zehn Infizierte stecken im Schnitt 7,5 Menschen an. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt somit leicht.

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