Dank Covid-Lockdown

Stickstoffdioxidwerte in Österreich stark gesunken

Wissenschaft
29.04.2020 16:10

Satellitenanalysen zeigen den Rückgang der Stickstoffdioxid-Emissionen in Österreich als Folge der Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie. Der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zufolge hat durch den Rückgang des Verkehrs der Beitrag der Stickstoffdioxid-Quellen in Österreich in den vergangenen Wochen markant abgenommen. Je dichter eine Region besiedelt ist, desto stärker sei der Effekt, heißt es.

Wie Marcus Hirtl von der ZAMG erklärte, können die beobachteten Veränderungen der Stickstoffdioxid-Konzentration zwischen 16. März und 11. April 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr nicht nur durch geringere Emissionen erklärt werden. Die Wissenschaftler untersuchen deshalb, wie stark der Einfluss anderer Faktoren ist, wie beispielsweise der meteorologischen Bedingungen.

Vergleich Stickstoffdioxid (NO2) 2020 (oben) und 2019 (unten): Dargestellt ist die durchschnittliche Konzentration von NO2 bis in eine Höhe von zwölf Kilometer, jeweils im Zeitraum zwischen 16. März und 11. April des jeweiligen Jahres. (Bild: ZAMG)
Vergleich Stickstoffdioxid (NO2) 2020 (oben) und 2019 (unten): Dargestellt ist die durchschnittliche Konzentration von NO2 bis in eine Höhe von zwölf Kilometer, jeweils im Zeitraum zwischen 16. März und 11. April des jeweiligen Jahres.

Daten mittels ESA-Satellit erhoben 
Die Auswertung beruht auf der laut ZAMG ersten europäischen Datenplattform, mit der Daten des vor zweieinhalb Jahren gestarteten ESA-Satelliten „Sentinel-5P“, von Bodenmessungen und Daten von Vorhersage- und Analysemodellen erforscht und visualisiert werden können. Entwickelt und betrieben wird die Plattform von einem österreichischen Konsortium, dem auch die ZAMG angehört.

Künstlerische Illustration: Der Satellit „Sentinel-5P“ im Erdorbit (Bild: ESA/ATG medialab)
Künstlerische Illustration: Der Satellit „Sentinel-5P“ im Erdorbit

„Sentinel-5P“ liefert erstmals für die gesamte Erde flächendeckende Messungen von zahlreichen gesundheitlich relevanten Spurengasen wie Stickstoffdioxid (NO2), Ozon, Formaldehyd, Schwefeldioxid, Methan, Kohlenmonoxid sowie von Aerosolen. Auf der neuen Plattform können laut Hirtl alle Daten direkt verarbeitet und visualisiert werden. Sie sei die erste in Europa, „die derart hochwertige und umfassende Analysen ermöglicht“.

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