21.04.2020 09:20 |

Zu Ostern

Erster Zuchterfolg bei Faultier im Salzburger Zoo

Fast pünktlich zum Osterfest 2020 brachte Faultier-Weibchen „Poquita“ nach etwa einem Dreivierteljahr Tragzeit im Salzburger Zoo ein gesundes Jungtier zur Welt. Bei Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner ist die Freude über den kleinen Neuzugang besonders groß, da es sich bei dem neugeborenen Zweifingerfaultier um den ersten Zuchterfolg der exotischen Tiere mit den auffallend langsamen Bewegungen handelt.

Noch hält sich das kleine Faultier mit seinen zwei kleinen Krallen an Armen und Beinen am Bauch seiner Mutter fest. „Das wird auch in den kommenden neun bis zwölf Monaten der Fall sein“, weiß Sabine Grebner. „So schnell wird das Jungtier den bequemen Platz auf dem Bauch seiner Mutter nicht verlassen. Auch wir bekommen ,Poquitas‘ Nachwuchs selten zu Gesicht und es ist auch nicht ganz einfach, gute Bilder von ihm zu machen. Deshalb können wir das Geschlecht des kleinen Faultiers derzeit noch nicht benennen und wir haben ebenso aus diesem Grund ein paar Tage gewartet, um mit der frohen Botschaft an die Öffentlichkeit zu gehen.“ Zwar haben Faultier-Jungtiere bereits bei der Geburt ein vollständiges Gebiss und werden nach einigen Wochen entwöhnt, selbstständig werden sie jedoch wesentlich später.

Apropos bequem: Wer schon einmal ein Faultier beobachtet hat, wenn es nicht gerade schläft, könnte fast meinen, dass die im südamerikanischen Regenwald beheimateten Säugetiere die geheimen Erfinder der Langsamkeit sind. Ihre zeitlupenartigen Bewegungen begründen sich durch ihren langsamen Stoffwechsel und schützen die faszinierenden Zeitgenossen vor Erschöpfung und in der freien Natur auch vor Fressfeinden. Farblich gut getarnt spielt sich nahezu ihr ganzes Leben kopfüber hängend in Baumkronen ab.

Seit zwei Jahren in Salzburg
Auch im Zoo Salzburg trifft man „Poquita“ und Faultier-Männchen „Flash“ meist in dieser Position verharrend im Gibbonhaus an. Seit dem Jahr 2018 bereichern die beiden Zweifingerfaultiere denn Alltag des Zoos bereits und haben nun für den erhofften Nachwuchs gesorgt. Damit ist der Zoo Salzburg, der aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie derzeit geschlossen ist, für künftige Besucher um eine Attraktion reicher.

Walter Hofbauer
Walter Hofbauer
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