Das Vorziehen der Pistensanierung am Innsbrucker Flughafen verfolgt die Liste Für Innsbruck, wäre es doch ein großer und regionaler Wirtschaftsimpuls. Gefordert wird ein Aussetzen der Ausschreibungspflicht. Ein Angebotsvergleich müsse temporär reichen und könnte helfen, öffentliche Bauverfahren vorzuziehen.
„Im Prinzip liegen alle wesentlichen Informationen vor. Man weiß, wie viel Asphalt man benötigt, welche Technik es braucht und wie der Bauablauf erfolgen soll. Es könnte also nahezu sofort gestartet werden. Im Weg stehen jedoch vor allem langwierige Ausschreibungsverfahren, die ein Vorziehen mehr oder weniger unmöglich machen“, sagt Für Innsbruck Klubobmann Lucas Krackl zur „Krone“.
Angebote einholen statt Ausschreibungen
„Außerordentliche Situationen erfordern außerordentliche Maßnahmen. Das haben wir in den vergangenen Wochen gelernt und das muss in den nächsten Monaten auch für die Wirtschaft gelten. Es wäre also sinnvoll, über ein Covid-Maßnahmengesetz temporär Ausschreibungen durch das Einholen von Angeboten ersetzen zu dürfen. Dann hätten wir die Chance, diesen großen Impuls für die regionale Wirtschaft rasch zu setzen“, erhofft sich Krackl Unterstützung durch den Bund.
Öffentliche Auftraggeber müssen überwachen
Die öffentlichen Auftraggeber müssten natürlich darauf achten, dass auch mit einem anderen Beauftragungsmodus Fairness und Transparenz so weit wie möglich gewahrt bleiben. Die Behörden seien gefordert, Verfahren von Projekten in dieser Dimension ehestmöglich zu prüfen.
Architekturwettbewerb wurde auf Eis gelegt
Eigentlich war geplant, mit der Sanierung der Landepiste im Herbst 2021 zu beginnen. Der zu Jahresbeginn gestartete Architektur-Wettbewerb für den Neubau des Terminals wurde unterbrochen, ein Hearing für die teilnehmenden Planungsbüros auf unbestimmte Zeit verschoben. Man werde die Zeit jetzt dafür nutzen, eine Neubewertung der möglichen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Flughafen vorzunehmen, sagte Flughafen-Chef Marco Pernetta.









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