Transfermarkt reagiert

Corona-Beben: Stars plötzlich viel weniger wert

Nur wenig ist gewiss in Zeiten der Coronavirus-Pandemie, die auch das globale Fußball-Business in Atem hält und bedroht. Nur eines scheint vorhersagbar: Rekordablösen wird es angesichts der finanziellen Probleme zahlreicher Klubs so schnell nicht mehr geben. Darauf reagierte nun auch Branchenführer „Transfermarkt.de“ - und passte den Wert der Profis den neuen Gegebenheiten an.

Die Internet-Seite „Transfermarkt.de“ gilt als eine Art digitales Standardwerk für Spieler-Markwerte. Seit Jahren sagt der Branchenführer, wie viel welcher Kicker im Moment wert ist, also wie viel ein Klub bereit sein sollte an Ablöse zu zahlen. Nun reagierte die Plattform auch auf die Corona-Krise und hat am Mittwoch um 12 Uhr ein globales Update veröffentlicht!

Minus von 9,22 Milliarden Euro
Weil nun weniger finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung stehen werden als vor der Krise, unterzog man allen Spieler-Marktwerte einer pauschalen Abwertung von 20 Prozent - Spieler, die 1998 und später geboren wurden, werden um 10 Prozent herabgestuft. In der Summe bedeutet das ein weltweites Marktwert-Minus von 9,22 Milliarden Euro. Allein in Deutschland sind es rund eine Milliarde.

So sinkt etwa der Marktwert des wertvollsten Spielers in der deutschen Bundesliga, Jadon Sancho, von 130 Millionen auf 117 Millionen Euro, während der 31-jährige Robert Lewandowski von 70 Millionen auf 56 Millionen Euro zurückgestuft wird. Dadurch ergeben sich auch Verschiebungen im Ranking der weltweit wertvollsten Spieler. BVB-Star Sancho steht mit seinem neuen Marktwert nun auf dem 8. Platz und damit sogar vor Lionel Messi (32), der von 140 Millionen auf 112 Millionen Euro fällt. Teuerster Kicke der Welt ist weiterhin Kylian Mbappe, aber auch der Franzose ist jetzt nicht mehr 200, sondern „nur“ noch 180 Millionen Euro wert. 

Auch Alaba verliert
Klingt nach verhältnismäßig wenig, aber in der Summe ist das für die Klubs ein großer Verlust. So sinkt der Kaderwert des FC Bayern durch die Abwertung etwa um 179,7 Millionen auf 756,6 Millionen Euro und damit auf den niedrigsten Wert seit über zwei Jahren. Die Münchner trifft dieser Schnitt mit 19,19 Prozent besonders hart, da fast alle Stars vor 1998 geboren wurden. Unter den zehn wertvollsten Bayern-Profis befindet sich keiner, der nach 1996 geboren wurde und so geht es für Robert Lewandowski (31), Serge Gnabry (24) und auch ÖFB-Star David Alaba (27) um jeweils 20 Prozent nach unten.

FIFA sucht nach Lösungen
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat baldige Ergebnisse bei der Suche nach Lösungen für Transferprobleme im internationalen Fußball durch die Coronavirus-Pandemie angekündigt. „Wir haben eine Task Force, die bereits arbeitet und in Kürze Vorschläge zum Schutz der Vereine und Spieler unterbreiten wird“, sagte der Schweizer am Donnerstag.

Durch die Saison-Zwangspausen in praktisch allen internationalen Ligen sind Eckdaten wie der 30. Juni als Vertragsende vieler Profis sowie das Sommertransfenster wohl nicht zu halten.

krone Sport
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Sonntag, 31. Mai 2020
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