01.04.2020 21:17 |

Aktuelle Entwicklungen

Corona: Wieder ein Todesopfer zu beklagen

Insgesamt haben in der Steiermark 35 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nicht überlebt. ++ Aktuell wurden 1125 Steirerinnen und Steirer positiv auf das Virus getestet. ++ Ab morgen weitere Grenzschließungen ++ Erstmals seit Ausbruch des Coronavirus ist die Zahl der Hospitalisierten in der Steiermark wieder gesunken ++ Auf dem Arbeitsmarkt sorgt das Virus für einen traurigen Rekord an Arbeitslosen.

21.52 Uhr: 1125 Menschen sind aktuell in der Steiermark erkrankt  - im Vergleich zum Vorabend bedeutet das ein Plus von 62 Infizierten. Den größten Zuwachs (+20) hat die Stadt Graz zu vermelden, hier gibt es aktuell 281 Infizierte. Im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld sind aktuell 211 Personen erkrankt (neun von ihnen wurden heute positiv getestet), im Bezirk Leibnitz sind es 143 (+11), in Liezen 64 (+7), Murtal 29 (+4), Graz-Umgebung 106 (+3), Weiz 87 (+3), Deutschlandsberg 27 (+3), Voitsberg 75 (+2), Murau 5 (+2), Bruck-Mürzzuschlag 40, Leoben 19 (-1), Südoststeiermark 38 (-1). In den Zahlen zu den bestätigten Infektionen sind laut Gesundheitsministerium auch alle bisher genesenen und verstorbenen Personen enthalten. Laut Epidemiegesetz ist für die Bezirkszuordnung von infizierten Personen nicht der Meldeort, sondern der Aufenthaltsort entscheidend. Dadurch kann es zu Verschiebungen innerhalb der Bezirke und zu Minuszahlen wie diesmal im Fall der Bezirke Leoben und Südoststeiermark kommen. Mögliche Gründe dafür können zum Beispiel Entlassung aus einem Krankenhaus oder Verlegung in ein Krankenhaus in einem anderen Bezirk sein.

21.16 Uhr: 10.668 Menschen sind in Österreich (Stand 21 Uhr) am Virus erkrankt, 49 Prozent davon sind Frauen, 51 Männer. 1125 Steirer sind aktuell infiziert, 35 sind bis jetzt daran verstorben. Eine Frau (Jahrgang 1941) aus dem Bezirk Leoben ist am Mittwoch daran verstorben.

19.41 Uhr: Auch heute meldet die Landessanitätsdirektion wieder einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus, es ist mittlerweile der 35. 1125 Steirer sind mit Stand 19 Uhr infiziert.

16.55 Uhr: Ab morgen, 2. April 2020, 00:00 Uhr, werden die Grenzübergänge Langegg und der Bundesstraßengrenzübergang Spielfeld B 67 geschlossen. Das teilte die Landespolizeidirektion heute, Mittwoch, mit. Diese Maßnahmen sollen dazu dienen, an den größeren Übergängen effektive und lückenlose Kontrollen gewährleisten zu können. Als Grenzübergänge stehen weiterhin ganztägig Bad Radkersburg, Sicheldorf und der Autobahngrenzübergang Spielfeld A9 zur Verfügung. Mureck und der Radlpaß sind täglich in der Zeit zwischen 05:00 Uhr und 21:00 Uhr geöffnet.

14.58 Uhr: Die Landeregierung hat auf die enorm hohen Arbbeitslosenzahlen reagiert: „Wir müssen im Hinblick auf die aktuellen Arbeitsmarktdaten zusammenstehen und gemeinsam alles unternehmen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und damit Beschäftigung in der Steiermark abzusichern“, heißt es von den Landesrätinnen Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) und Doris Kampus (SPÖ) in einer Pressemitteilung. Sie verweisen auf die finanzellen Hilfen für die Wirtschaft von Land und Bund. Rund 20.000 Personen hätten bereits Wiedereinstellungszusagen für die Zeit nach der Corona-Krise; Betriebe wie Magna wollen in den kommenden Wochen stufenweise die Produktion wieder aufnehmen.

13.30 Uhr: Die Grazer Massage-Schule J. Bergler GmbH hat am Mittwoch wegen der Folgen der Corona-Krise Insolvenz angemeldet. Der Ausbildungsbetrieb mit zuletzt rund 200 Kursteilnehmern hatte Mitte März eingestellt werden müssen. Laufende Kosten könnten nun nicht mehr gedeckt werden, hieß es seitens der Kreditschützer von AKV und KSV1870.

Die 2001 gegründete Schule galt als über die Grenzen der Steiermark hinaus bekanntes Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe wie zum Beispiel medizinischer Masseur, Heilmasseur, Fortbildungen für Massagetherapeuten sowie Physiotherapeuten. Rund 16.150 Kursteilnehmer seien seit der Gründung ausgebildet worden.

11.40 Uhr: Auch das Theaterland Steiermark muss nun erste Festivals absagen: Betroffen sind sowohl der von 8. bis 14. Mai in Wies, Stainz und Bad Radkersburg geplante „Sommertraumhafen“ wie auch das Jugendtheaterfest „Rabiatperlen“ von 17.-19. Mai in Deutschlandsberg. Wir sind aber nach wie vor guten Mutes, dass wir dann am 10. Juni in Straden mit dem Festival artigklassisch starten können. Es ist alles angerichtet und wir wären startklar“, schreibt Leiter Peter Faßhuber in einer Aussendung.

10.40 Uhr: Der Stand der Coronavirus-Patienten in stationärer Behandlung ist am Mittwoch in der Steiermark erstmals gesunken - von 165 am Dienstag auf 149 am Mittwoch, sagte Reinhard Marczik, Sprecher der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes). Es sei zwar eine „erfreuliche Nachricht“ in schwierigen Zeiten, dürfe aber nicht überinterpretiert werden. Schon am Donnerstag könne sich das Bild ändern.

Von den 149 hospitalisierten Patienten in der Steiermark waren 28 in intensivmedizinischer Betreuung. Der zwischenzeitliche Hoffnungsschimmer sei darauf zurückzuführen, dass mehr Patienten entlassen als neu aufgenommen wurden. Ursache sei aber nicht eine erhöhte Todesrate, so Marczik.

9.50 Uhr: Die Arbeitslosigkeit ist in der Steiermark aufgrund der Corona-Krise massiv angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die aktuelle Zahl der Arbeitslosen um 90,9% gewachsen. Österreichweit ist die Zahl der Arbeitslosen auf einem Rekordhoch seit Mitte März um fast 200.000 gestiegen. Derzeit haben 562.522 Österreicher keinen Job.

9.15 Uhr: Aufgrund der Coronakrise braucht es jetzt Sofortmaßnahmen an den Grazer Hochschulen, fordert die sozialistische Studierendenvertretung VSStÖ in einer Aussendung: Viele Studierende würden in finanzielle Notlagen geraten und wüssten nicht mehr, wie sie ihr Studium weiterfinanzieren sollen. „Diese Studierenden müssen jetzt unterstützt werden. Die Aufstockung der Sozialtopf-Budgets der Hochschulvertretungen sowie ein erleichterter Zugang zur finanziellen Unterstützung wären hier wichtige Schritte!“, fordert Natali Lujić, Vorsitzende des VSStÖ Graz. Die ÖH habe eine beträchtliche Menge an Rücklagen gebildet. „Genau für solche Zwecke kann und sollte auch darauf zurückgegriffen werden“, weiß Michael Ortner als ehemaliger Vorsitzender der ÖH Uni Graz.

Die Hochschulvertretungen der Med Uni Graz und der Kunstuni haben bereits Unterstützungsgelder für ihre Studierenden bereitgestellt. „Wir erwarten uns von den zwei größten Grazer Hochschüler_innenschaften, jenen der Uni Graz und TU Graz, dass sie auch endlich eine finanzielle Unterstützung für die von der Coronakrise betroffenen Studierenden bereitstellen!“, so Lujić und Ortner abschließend.

8.50 Uhr: All jenen, die Demenzkranke zu Hause betreuen, will der Sozialhilfeverband Liezen nun mit einer Aktion unterstützen: Aufgrund der Corona-Krise sind Pflegekräfte aus dem Ausland abgereist, Tagesbetreuungseinrichtungen mussten geschlossen werden und auch auf die Unterstützung von Verwandten und Nachbarn darf zurzeit nicht zurückgegriffen werden. Daher wurde die Idee geboren, diese Familien aus der Ferne zu betreuen. Unter dem Motto „Anleitung zum Glücklichsein“ werden täglich einfach nachvollziehbare Übungseinheiten auf die Homepage des Sozialhilfeverbandes gestellt, die den Angehörigen Ideen und Unterstützung zur Betreuung bieten sollen.

7.30 Uhr: Mehr als 1000 Anzeigen wurden in der Stadt Graz bereits ausgesprochen, weil sich Menschen nicht an die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gehalten haben. Aktuell beträgt die Strafe bis zu 600 Euro, für Wiederholungstäter sind sogar Strafen von bis zu 3600 Euro möglich.

6.30 Uhr: Vier weitere Steirer, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind verstorben. Bei den Toten handelt es sich um eine Frau (Jahrgang 1939) und ein Mann (Jahrgang 1954) aus dem Bezirk Graz-Umgebung, eine Frau (Jahrgang 1951) aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag und eine Frau (Jahrgang 1942) aus der Landeshauptstadt Graz. Der Mann aus Graz-Umgebung ist mit 66 Jahren aktuell das jüngste steirische Opfer.

Damit ist die Gesamtzahl der Toten in der Steiermark auf 34 gestiegen. Folgende steirische Bezirke hatten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen:

  • Bezirk Hartberg-Fürstenfeld: zehn Todesfälle
  • Bezirk Graz-Umgebung: acht Todesfälle
  • Landeshauptstadt Graz: sechs Todesfälle
  • Bezirk Leibnitz: drei Todesfälle
  • Bezirk Bruck-Mürzzuschlag: zwei Todesfälle
  • Bezirk Deutschlandsberg: ein Todesfall
  • Bezirk Liezen: ein Todesfall
  • Bezirk Murtal: ein Todesfall
  • Bezirk Voitsberg: ein Todesfall
  • Bezirk Weiz: ein Todesfall

Von den steirischen Verstorbenen waren zwölf Frauen und 22 Männer.

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