31.03.2020 16:56 |

Kapazitäten höher

Beatmungsgeräte: So viele stehen zur Verfügung

Die Länder haben am Dienstag die vom Gesundheitsministerium tags zuvor gemeldeten Zahlen über die zur Verfügung stehenden Beatmungsgeräte in den Spitälern zum Teil korrigiert. Die Angaben weisen teilweise sogar höhere Kapazitäten aus.

  • Steiermark - 511 Geräte vorhanden, 352 frei:
    Die steirische Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) korrigierte am Dienstag die Zahlen des Ministeriums: „Die Steiermark verfügt über ein deutlich höheres Potenzial an Beatmungsgeräten. Tatsächlich belaufen sich die Kapazitäten in der steirischen Spitalsversorgung auf 511 Stück.“ 69 Prozent der Maschinen in der Grünen Mark seien noch frei, 159 Geräte in Verwendung.
  • Wien - 1058 Geräte vorhanden, frei: keine Angaben:
    Zuvor hatte bereits Wien die Zahlen des Gesundheitsministeriums (367 Beatmungsgeräte) korrigiert. Laut dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) verfügt die Bundeshauptstadt über eine Kapazität von 1058 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten.
  • Salzburg - 265 Geräte vorhanden, 141 frei:
    Auch in Salzburg wurden mit 265 um 39 mehr gemeldet. Wie Wolfgang Fürweger, Sprecher des landesweiten medizinischen Krisenstabs für Covid-19, erklärte, sind alle verfügbaren Beatmungsgeräte zusammengezogen worden - aus öffentlichen und privaten Spitälern sowie aus Arztpraxen. Von den derzeit 265 Geräten seien für den Covid-Bereich 141 reserviert. Die zentrale Planung der Geräte obliege dem Medical Leader Board, das vom Leiter des landesweiten medizinischen Einsatzstabes geleitet wird.
  • Niederösterreich- 550 Geräte vorhanden, frei: k.A.:
    Niederösterreich kann auf 550 Respiratoren verschiedener Art zurückgreifen. Die Kriterien für die Anschaffung sind „durch die Größe des Klinikums und durch die Größe der Intensivstationen“ definiert, teilte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding mit. Gesteuert wird der Erwerb der Beatmungsgeräte durch die NÖ Landeskliniken-Holding.
  • Tirol - 398 Geräte vorhanden, 306 frei:
    398 invasive Beatmungsgeräte aus bestehenden Ressourcen stehen derzeit in Tirol zur Verfügung (inkl. Narkosegeräte u.ä.). 306 davon sind nach Angaben des Landes vorerst noch verfügbar. Zu beachten sei, dass die Kapazität an Beatmungsgeräten stets in Zusammenhang mit den dafür notwendigen Personal- und räumlichen Ressourcen gesehen werden müsse, hieß es. Die Intensivmedizin der Tirol Spitäler sei vernetzt und im ständigen Austausch bezüglich der aktuellen Situation.
  • Oberösterreich - 250 Geräte vorhanden, frei: k.A.:
    In Oberösterreich sind derzeit von 303 Intensivbetten 250 mit Intubationsplätzen ausgestattet, informierte der Krisenstab des Landes. Es werden nur zertifizierte Geräte, die auf dem neuesten technischen Stand sind, verwendet. Künftig managen alle oberösterreichischen Spitalsträger ihre Intensivbetten gemeinsam.
  • Burgenland - 44 Geräte vorhanden, frei: k.A.:
    Im Burgenland obliegt die Bestellung von Beatmungsgeräten den Krankenhausträgern, somit der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H.) für ihre vier Spitäler und den Barmherzigen Brüdern für das KH Eisenstadt. „Wir haben derzeit keinen Engpass, wir haben genug Geräte in unseren Krankenanstalten“, betonte ein Sprecher. Als Backup könnte man zusätzlich auch die Narkosegeräte aus den OPs zum Beatmen verwenden (ohne Narkosemittel, Anm.). Es gebe außerdem auch laufende Abstimmungen zwischen den Krankenhausträgern und dem Land. Für das Burgenland hatte das Gesundheitsministerium tags zuvor 44 Geräte ausgewiesen.
  • Vorarlberg - 100 Geräte vorhanden, frei k.A.:
    In Vorarlberg stehen nach Angaben des Landes aktuell rund 100 Beatmungsgeräte zur Verfügung. Die Frage, wie viele davon für Covid-19-Patienten frei sind, sei seriös nicht zu beantworten, weil sich diese Zahl beinahe täglich ändere. „Aktuell unternehmen das Land und die Krankenhausbetriebsgesellschaft alles, um die Ressourcen deutlich zu erhöhen“, wurde versichert.
  • Kärnten - 249 Geräte vorhanden, 172 frei (Stand: 30.3.)
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