7000 Euro Schaden

Gmundener Stadtpfarrkirche komplett verwüstet

„Unfassbar! Und das in einer so schwierigen Zeit“, ist Gmundens Pfarrer Gerald Geyrhofer geknickt. Am Wochenende wurde in „seiner“ Stadtpfarrkirche eingebrochen. Erbeuten konnten die Täter nichts, der entstandene Schaden ist aber enorm. Die Restauration des 250 Jahre alten Altars kostet um die 7000 Euro.

„Ich bin seit 15 Jahren Pfarrer in Gmunden. Hab’ seither fünf Einbrüche miterleben müssen, aber einen so hohen Sachschaden hatten wir noch nie“, ist Pfarrer Gerald Geyrhofer traurig und geschockt. Schon am Freitagabend beim Zusperren der Kirche bemerkte er, dass ein Vorhang verschoben war und eine Gießkanne umgeschmissen wurde. Außerdem bildete er sich ein, im Kirchenraum jemanden zu hören, es war aber niemand zu sehen. Deswegen schenkte Geyrhofer dem Ganzen wenig Bedeutung.

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Wenn jemand 20 Euro braucht, um sich ein Essen zu kaufen, dann geb’ ich es ihm. Aber er braucht nicht meine Kirche beschädigen.

Pfarrer Gerald Geyrhofer

Mit brachialer Gewalt
Als er am Samstagmorgen seinen täglichen Rundgang machte, bemerkte er den Einbruch. „Die Täter gingen mit brachialer Gewalt vor. Sie wollten unbedingt den Opferkasten aufbrechen“, erzählt Geyrhofer. An insgesamt drei Stellen versuchten die Langfinger ihr Glück. Den größeren Schaden haben sie beim Anna-Altar verursacht. Sie versuchten mit Brachialgewalt den Opferkasten herauszureißen. Auch das ist nicht gelungen, allerdings wurde großer Sachschaden angerichtet.

„Der Altar ist rund 250 Jahre alt, im hochbarocken Stil. Der Tabernakel ist noch etwas älter und komplett mit Gold verfasst. Das gehört alles aufwändig restauriert“, so Geyrhofer. Der Sachschaden wird auf rund 7000 Euro geschätzt.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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