16.03.2020 14:35 |

Digitalisierung am Bau

Die Bedeutung digitaler Lösungen nimmt zu

Immer mehr Bauunternehmen in Tirol nutzen digitale Lösungen, um Arbeitsprozesse ganzheitlich zu optimieren. Von Architekten und Baumeistern über Bauherren bis zu Fassadenspezialisten wächst die Bedeutung der Digitalisierung auf allen Ebenen.

Einer der wichtigsten Impulsgeber rund um die Digitalisierung der Baubranche ist Building Information Modeling - kurz BIM. Dabei handelt es sich um eine Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden. BIM ist vor allem deshalb auf dem Vormarsch, weil es eine Reduktion der Fehlerquellen sowie eine präzise Kostenkalkulation verspricht. Diese Methode verbindet sämtliche Akteure eines Bauprojekts bereits in der Planungsphase. Von der virtuellen 3D-Planung bis zur realen Gebäudeverwaltung sind alle relevanten Informationen jederzeit zugänglich.

Weiterer Pluspunkt: Auch die Bauherren bleiben stets am Laufenden. Virtual Reality Brillen machen zudem die spätere Gebäudenutzung schon während der Planung erlebbar und erleichtern die Gestaltung von Räumen samt Innenausstattung. Immer mehr Anwendung finden auch speziell für den Bau entwickelte Apps - beispielsweise für eine direkte und flexible Bestellung der Baustoffe.

Die Digitalisierung ist eine Chance, um den Bau auch für junge Menschen attraktiver zu machen. Denn eines ist klar: Eine Branche, die eher träge als innovativ ist, hat bei der jungen Generation ein Imageproblem. Gerade bei Digital Natives, die jetzt ins Berufsleben einsteigen - und die es gewohnt sind, dass digitale Tools ganz selbstverständlich zur Lebenswelt gehören. Eine entscheidende Maßnahme in diesem Bereich wurde mit der Neuausrichtung der Baulehre getroffen. Ab dem 2. Lehrjahr erhalten die Jugendlichen ein kostenloses Tablet, welches auf der Baustelle und in der Ausbildung zum Einsatz kommt.

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