14.03.2020 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Verantwortung

Daran können sich selbst die ältesten Journalistensemester nicht erinnern: Der Bundeskanzler ruft Dutzende Medienmacher spätabends ins Kanzleramt, um ihnen dort gemeinsam mit Vizekanzler, Gesundheits- und Innenminister den Ernst der Coronavirus-Situation zu schildern. Man dürfe die Krankheit nicht verharmlosen, schließlich ende sie für jeden siebenten infizierten älteren Patienten tödlich, sagt der Kanzler.

Der Gesundheitsminister spricht vom „Schlendrian“ bei vielen Menschen, den es zu überwinden gelte, und appelliert an die Medien, ein Bewusstsein zu schaffen, dass es um viel gehe - aber jeder etwas tun könne.

Der Innenminister macht klar, dass Kommunikation der Schlüssel zur Bewältigung dieser Krise sei und die Medienvertreter angesichts einer „unheimlichen Lawine an Fake News im Netz“ eine große Aufgabe haben.

Ja, diese Appelle nehmen die allermeisten Medien ernst - allerdings nicht alle. Auch am Freitag tat sich die trashige Webseite eines ohnedies übel beleumundeten Medienhauses (das am Abend zuvor im Kanzleramt mitvertreten war) wieder mit angsterregenden Horrormeldungen hervor.

Die „Krone“ ist sich als größtes Print- und Onlinemedium ihrer besonderen Verantwortung bewusst. Wir alle müssen diese größte Krise seit dem Krieg gemeinsam mit Umsicht und Vertrauen meistern.

Machen wir alle mit, dann schaffen wir das!

Einen schönen Samstag, bleiben Sie gesund!

Klaus Herrmann, Geschäftsführender Chefredakteur der Kronen Zeitung

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