Coronavirus in OÖ:

90 Infizierte, Supermärkte erhöhen Lagerbestände

Von frühmorgens bis Kassaschluss werden Supermärkte gestürmt. Der Lebensmittelhandel gibt mit Herstellern und Logistikern alles, um die Versorgung aufrecht zu erhalten und für Nachschub zu sorgen. Durch das Coronavirus legten sich auch in Oberösterreich die Menschen Vorräte an. Derzeit gibt‘s 90 positiv getestete Fälle (Stand Freitagabend). Landesweit sind insgesamt 250.000 Schüler von Schulschließungen ab Montag betroffen. Auch Oberösterreichs Skigebiete schließen ab Montag.

Palettenweise werden Nudeln aus dem Lager geholt, Regale werden nachgefüllt, leere Kartons weggeräumt Immer und immer wieder wiederholt sich in diesen Tagen dieses Prozedere für Mitarbeiter im Lebensmittelhandel, die derzeit besonders unter Druck stehen. Die Supermärkte, die auch im Krisenmodus zur Grundversorgung weiterhin geöffnet bleiben, werden von frühmorgens bis zum Kassaschluss gestürmt.

Lagerbestände erhöht
Viele kaufen weit mehr ein als normal. „Vor allem bei Teigwaren, Reis, Mehl, Öl, Zucker, Kartoffeln und Toilettenpapier registrieren wir Mehrkäufe“, sagt Thomas Schrenk, Geschäftsführer von Maximarkt, der mit seinem Team schon vor zwei Wochen die Lagerbestände erhöht hat. „Wir haben keine Ausverkauft-Situation“, betont er.

Der enorme Ansturm fordert die Mitarbeiter. Ein Beschäftigter ist etwa im Maximarkt-Standort in Linz derzeit den ganzen Tag nur mit dem Nachräumen von Nudel-Packungen beschäftigt. „Ich hab’ Lebensmittel gekauft, die lange halten“, sagt Elena Barabas aus Traun, die wie viele Oberösterreicher, jetzt Vorräte einkauft - siehe Umfrage rechts.

Alle an einem Strang
Die Ungewissheit, wie sich die Lage weiterentwickelt, lässt aber auch manchen die Manieren vergessen: Aus kurz allein gelassenen Einkaufswagerln werden Waren entnommen

Um die Versorgung aufrecht zu erhalten, ziehen alle an einem Strang: Händler, Lebensmittelhersteller, Speditionen, Lager-Beschäftigte, Lkw-Fahrer, Verkaufsmitarbeiter, und, und, und. Bei Spar Oberösterreich spricht man von einer „sehr anspruchsvollen Situation“ in den Lagern in Wels und Marchtrenk. „Die Nachfrage nach Speisesalz ist stark gestiegen“, sagt Salinen-Sprecherin Katharina Steiner. Auch Berglandmilch verzeichnet ein Nachfrage-Plus - nicht nur an länger haltbaren Produkten.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Donnerstag, 02. April 2020
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